Unsere Top-Inhalte!

Praxiskommentar BetrVG
Umfassend, praxisnah und leicht verständlich: Der bewährte Kommentar von Siebert/Becker!

Betriebsratslexikon
Betriebsratswissen von A bis Z!

Arbeitshilfen
Mehr als 1.000 Checklisten und Mustertexte.

Muster-Betriebsvereinbarungen
Mehr als 100 Musterbeispiele für Ihre Arbeit!

Betriebsvereinbarungen
Leitfaden, FAQ und Arbeitshilfen

BR-Schulungen
Leitfaden, FAQ und Arbeitshilfen

Neu im Betriebsrat
Ihr Einstieg in die Betriebsratsarbeit!

Arbeitsrechtslexikon
Immer auf der sicheren Seite mit mehr als 1.000 Stichwörtern.

Arbeitsschutz
Nicht bloß graue Theorie: Lexikon und Arbeitshilfen!

BWL für Betriebsräte
Grundlagen der BWL kompakt erklärt.

Gerichtsentscheidungen
Mit den Urteilen des BAG und der LAG im Volltext.

Segel setzen für einen Kurswechsel

Finanzkrise, Euro-Angst, Energiewende: Kann es in der Wirtschaftspolitik ein Weiter-so geben? Nein, sagt die IG Metall und lädt zum Kurswechsel-Kongress nach Berlin. Mehr als 800 Experten diskutieren die Zukunft der Weltwirtschaft und stellen klare Forderungen an die Politik.

IG-Metall-Chef Berthold HuberAntworten auf weltweite Megatrends wollte die IG Metall auf ihrem Kongress "Kurswechsel für ein neues Leben" finden. Drei Tage lang diskutierten Wissenschaftler, Politiker, Gewerkschafter und Wirtschaftsvertreter aus über 50 Ländern Fragen wie: Ist nachhaltiges Wirtschaften möglich? Kann der Wohlstand weltweit gerechter verteilt werden? Und welche Rolle spielen dabei demokratische Grundwerte? Am Ende formulierte die Gewerkschaft eine Berliner Erklärung. Sie fordert darin nicht weniger als einen ökologischen Umbau der Industrie und ein Ende des finanzmarktgetriebenen Kapitalismus.

Wirtschaft wieder auf die Füße stellen

Auf den Kopf gestellt sei die Wirtschaft, findet IG-Metall-Chef Berthold Huber. Die Finanzmärkte dominierten den Markt. Ihr einziges Ziel: Kurzfristiger Profit. Um dies zu erreichen, würden selbst erfolgreiche Unternehmen zerschlagen, nur um den Gewinn zu maximieren. Damit die Wirtschaft wieder auf die Füße kommt, fordert die IG Metall eine konsequente Regulierung der Finanzwirtschaft. "Der Finanzsektor hat der wirtschaftlichen Entwicklung zu dienen, statt sie zu beherrschen", heißt es in der Berliner Erklärung.

 

Umweltschutz für mehr Arbeitsplätze

Aber auch die Wirtschaft insgesamt müsse ihre Segel neu setzen. Ein ökologischer Umbau der Industrie sei überfällig und unverzichtbar, damit die Lebens- und Produktionsgrundlagen erhalten blieben. Dazu sei der Markt allein aber nicht in der Lage. Unternehmen, Gewerkschaften, Politik und Umweltverbände sollten gemeinsam neue Konzepte entwickeln. "Umweltschutz schafft Arbeitsplätze", ist sich Huber sicher.

An die Bundesregierung gerichtet sagte der IG-Metall-Chef: "Machen sie endlich ernst mit der Energiewende!" Sonderabschreibungen in Höhe von 50 Prozent auf ökologische Investitionen, erneuerbare Energien als Leittechnologie und Steueranreize für Privatpersonen, die in moderne Heizungen investieren - so lauten die konkreten Forderungen der IG Metall an die deutsche Politik. Um diese Ausgaben zu finanzieren, soll Deutschland eine Vermögensabgabe einführen. Zwei Prozent jährlich auf alle Vermögen von mehr als einer Million Euro soll diese Abgabe betragen. 20 Milliarden Euro könnte eine solche Abgabe in die Kasse der Bundesregierung spülen, glaubt die Gewerkschaft.

Bessere Jobs und mehr Mitbestimmung

Den ökologischen Umbau will die IG Metall aber auch nutzen, um bessere Arbeitsplätze für die Menschen zu schaffen. "Arbeit ist keine Ramschware", sagte Huber und stellte die Erwartungen der Gewerkschaft an die Politik klar: Mindestlohn, Abbau unsicherer Beschäftigungsverhältnisse, weniger Leiharbeit. Innerhalb der EU spricht sich die IG Metall für eine vom EU-Parlament demokratisch legitimierte Wirtschaftsregierung aus.

Auch die Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmer will die IG Metall stärken und ausbauen. "Beschäftigte wollen mitbestimmen, nicht nur wenn es um die Farbe in der Kantine geht", so Huber. Arbeitnehmer wollten vor allem über ihre wirtschaftliche Zukunft und die Gestaltung ihrer Arbeit mitbestimmen. Dies sei ein sicherer Schutz gegen Lohnsenkungen und Arbeitsplatzvernichtung. Konkret fordert die IG Metall, Arbeitnehmer- und Mitbestimmungsrechte auch auf kleine und mittlere Betriebe auszuweiten. Demokratie gebe es schließlich auch nicht nur in Staaten mit 100 Millionen Einwohnern.

Autor
Stephan Trinius, BetriebsratsPraxis24.de

AGB | Datenschutz | Impressum | Leistungsschutzrecht | Copyright © 2017 Wolters Kluwer Deutschland GmbH


Luchterhand Fachverlag Logo
UAN_nv_1409
/fachwissen/