Der Herbst jeher Erkältungszeit. Um das Gesundheitswesen in Pandemiezeiten zu entlasten, hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) erneut eine Sonderregelung auf den Weg gebracht, derzufolge Arbeitnehmer bei leichten Atemwegserkrankungen von ihrem Arzt bei Bedarf auch telefonisch eine Krankschreibung (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) erhalten können. Die Ausnahme gilt zunächst bis Ende November.

Ziel der erneuten Ausnahmeregelung ist es den Angaben zufolge, die medizinische Versorgung auch in Zeiten steigender Corona-Infektionen sicherzustellen und zugleich Arztpraxen zu entlasten: “Wir wollen volle Wartezimmer in Arztpraxen und das Entstehen neuer Infektionsketten vermeiden. Mit dem Reaktivieren der telefonischen Krankschreibung haben wir in den nächsten Monaten eine einfache, erprobte und vor allem bundesweit einheitliche Lösung”, so der unparteiischer Vorsitzender des G-BA, Prof. Josef Hecken. Die Krankschreibung per Telefon sei daher für Menschen mit leichten Atemwegserkrankungen eine gute Alternative zum Praxisbesuch.

Wer allerdings selbst typische COVID-19-Symptome aufweise oder nach Kontakt mit COVID-19-Patienten unklare Symptome von Infektionen der oberen Atemwege aufweise, soll nach Meinung von Experten vor einem Arztbesuch telefonisch Kontakt zur Praxis aufnehmen und das weitere Vorgehen besprechen.

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