Mehr Teilzeitmöglichkeiten, weniger Verwaltungsaufwand und zusätzliche Elterngeldmonate für Frühchen – diese Verbesserungen gelten für alle Eltern von Kindern, die ab dem 1. September 2021 geboren werden. Ziel des reformierten Gesetzes ist es, Familien mehr Freiräume zu verschaffen.

Konkret wurde die während des Elterngeldbezugs und der Elternzeit zulässige Arbeitszeit von 30 auf 32 Wochenstunden erhöht. Der Partnerschaftsbonus, der die parallele Teilzeit beider Eltern unterstützt, kann künftig mit 24 bis 32 statt bisher 25 bis 30 Wochenstunden bezogen werden. Es ist künftig zudem möglich, den Partnerschaftsbonus vorzeitig zu beenden oder auch zu verlängern, wenn die Eltern anfangs noch nicht wissen, wie viele Monate sie Teilzeit arbeiten werden.

Zu den weiteren Vereinfachungen zählen rechtliche Klarstellungen und einfachere Verwaltungsverfahren. So müssen Eltern, die während des Elterngeldbezugs Teilzeit arbeiten, nur noch im Ausnahmefall nachträglich Nachweise über ihre Arbeitszeit erbringen. Grundsätzlich wird nun davon ausgegangen, dass die im Antrag angegebenen Arbeitsstunden nicht überschritten werden. Darüber hinaus wird Eltern unter die Arme gegriffen, deren Kind sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin oder noch früher geboren wird (sog. Frühchen). Sie erhalten, zeitlich gestaffelt, bis zu vier zusätzliche Monate Basis-Elterngeld.

Um die Reform zu finanzieren, sollen künftig nur noch Eltern, die gemeinsam 300.000 EUR oder weniger im Jahr verdienen, Elterngeld erhalten. Bislang lag die Grenze bei 500.000 EUR. Laut Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend betrifft diese neue Ausschlussregelung lediglich etwa 7.000 Familien, die als Spitzenverdiener gelten. Für sie sei die eigenständige Vorsorge für den Zeitraum der Elternzeit auch ohne Elterngeld möglich. Bei Alleinerziehenden bleibt die Grenze von 250.000 EUR bestehen.

Interessierte (werdende) Eltern finden Details, Beispiele und Tipps zu den neuen Regeln in einer Broschüre auf der Website des Familienministeriums.

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