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Richtiger Zeitpunkt für "gelben Schein"

Wer erkrankt und deshalb nicht arbeiten kann, muss seinem Chef unverzüglich davon in Kenntnis setzen. Sofern nicht im Arbeitsvertrag oder einem Tarifvertrag etwas Anderes geregelt ist, gilt außerdem: "Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen" (§ 5 Abs. 1 Satz 2 EFZG).

Mediziner an der Universität Marburg plädieren nun dafür, diese Vorgaben zu ändern: "Wir sollten in Deutschland darüber nachdenken, die Regeln für Krankschreibungen zu lockern", sagt etwa Wolfram Herrmann gegenüber der "Welt am Sonntag" (WAmS). Grund für den Vorstoß: Die Notwendigkeit, den sog. gelben Schein - den Firmen auch bereits ab dem ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit fordern können - beizubringen, belaste die Arztpraxen über Gebühr. Die Wissenschaftler plädieren daher dafür, dass sich Beschäftigte auch länger als drei Tage ohne Attest krank melden können  und verweisen auf Erfahrungen in Skandinavien: "Dass durch eine eigenständige Krankmeldung der Beschäftigten die Zahl der Fehltage nicht nach oben schnellt, zeigen Erfahrungen aus Norwegen", zitiert die WAmS.

Daher die Frage: Sollten die Regelungen für Krankmeldungen gelockert werden?  










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