Kein Ausbildungsvertrag ohne Probezeit. Wozu ist sie überhaupt gut und wie lang muss sie eigentlich sein? Können Auszubildende während der Probezeit denn schon Urlaub nehmen? Diese und ähnliche Fragen ploppen mit dem Start in die Berufswelt plötzlich auf. Fachleute kennen die Antworten.

Arbeitsverträge, die hierzulande abgeschlossen werden, enthalten einen Passus, der die Probezeit regelt. Der Name Probezeit weist auf den Sinn hin: Arbeitgeber und Auszubildender oder Arbeitnehmer prüfen sich gegenseitig, ob sie längerfristig miteinander arbeiten wollen. Die Probezeit ist die Phase, in der man sich gegenseitig kennenlernt.

Der Vorteil ist: Während der Probezeit kann sowohl der Azubi als auch das Unternehmen ohne eine Frist kündigen. Auch ein Grund für die Kündigung muss nicht genannt werden. Ein Muss für die Kündigung ist allerdings die Schriftform.

Die Probezeit für Auszubildende muss mindestens einen Monat lang sein und darf insgesamt vier Monate nicht überschreiten. So ist es im Berufsbildungsgesetz (BBiG) festgelegt. Für wenige Fälle gibt es Ausnahmen von dieser Regelung: Eine Ausnahme ist eine längere Erkrankung während der Probezeit.

Generell haben Auszubildende und Arbeitnehmer erst dann Anspruch auf Urlaub, wenn sie bereits sechs Monate gearbeitet haben. Doch wie immer gibt es keine Regel ohne Ausnahme: Da die meisten Ausbildungsverhältnisse nach dem Ende der Sommerferien starten, kommen im Startjahr der Ausbildung keine sechs Monate zusammen. Hat der Azubi im September begonnen, kann er für diese Monate bis zum Jahresende Urlaubstage einreichen.

Wird eine Azubine während der Ausbildung schwanger, ist sie nicht verpflichtet, den Arbeitgeber von der Schwangerschaft zu informieren. Allerdings empfehlen Fachleute, dies im eigenen Interesse doch zu tun: Nur dann könne der Arbeitgeber seine Fürsorgepflicht ausüben.

Wissenswertes rund um Probezeit, Kündigung und Urlaub hat die DeutscheHandwerksZeitung speziell für Auszubildende zusammengestellt.

Auszubildende, die sich gerne über Etikette wie Netikette oder den in der Arbeitswelt angesagten Dresscode und mehr informieren wollen, können dies per Mausklick im Azubi-Guide auf BetriebsratsPraxis24 tun.

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