Die Herbstmonate sind seit jeher Erkältungszeit. Um das Gesundheitswesen in Pandemiezeiten zu entlasten, hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) erneut eine Sonderregelung auf den Weg gebracht, derzufolge Arbeitnehmer bei leichten Atemwegserkrankungen von ihrem Arzt bei Bedarf auch telefonisch eine Krankschreibung (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) erhalten können. Die Ausnahme gilt bis Jahresende.

Wie es in einer Mitteilung heißt, müssen sich die konsultierten Ärztinnen und Ärzte “dabei persönlich vom Zustand der Patientin oder des Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen”. Wird dann eine entsprechende Diagnose erstellt, ist eine Krankschreibung für maximal sieben Werktage möglich. Zudem könne bei andauernden Beschwerden auch eine “einmalige Verlängerung der Krankschreibung” für “weitere 7 Kalendertage ausgestellt werden”.

Ziel der Ausnahmeregelung ist es den Angaben zufolge, die medizinische Versorgung auch in Zeiten steigender Corona-Infektionen sicherzustellen und zugleich Arztpraxen zu entlasten: “Wenn wir in dieser ernsten Situation eines nicht brauchen, sind es volle Wartezimmer. Denn allein durch mögliche Kontakte auf dem Weg in die Praxis oder beim Warten in geschlossenen Räumen steigt das Risiko, sich anzustecken”, so der unparteiischer Vorsitzender des G-BA, Prof. Josef Hecken. Die Krankschreibung per Telefon sei daher für Menschen mit leichten Atemwegserkrankungen eine gute Alternative zum Praxisbesuch.

Wer allerdings selbst typische COVID-19-Symptome aufweise oder nach Kontakt mit COVID-19-Patienten unklare Symptome von Infektionen der oberen Atemwege aufweise, solle “vor dem Arztbesuch telefonisch Kontakt zur Praxis aufnehmen und das weitere Vorgehen besprechen”, appelliert der G-BA.

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