Die Bezugswerte in der Sozialversicherung werden jährlich an die Einkommensentwicklung der Bevölkerung angepasst. Das Bundeskabinett hat nun mittels einer Verordnung die Werte festgesetzt, mit denen die Beiträge und Leistungen der Sozialversicherung im kommenden Jahr berechnet werden. Bevor sie in Kraft tritt, muss ihr der Bundesrat noch zustimmen.

Die den neuen Rechengrößen für 2021 zugrundeliegende Lohnentwicklung des Jahres 2019 betrug nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums (BMAS) 2,94 Prozent. Errechnet wird die Quote über die Veränderung der Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer ohne Personen in Arbeitsgelegenheiten mit Entschädigung für Mehraufwendungen.

Die Bezugsgröße ist für viele Werte in der Sozialversicherung von Bedeutung. Dazu zählt beispielsweise die Festsetzung der Mindestbeitragsbemessungsgrundlage für freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie steigt im kommenden Jahr von aktuell 3.185 Euro pro Monat auf 3.290 Euro. In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gilt dieser Wert bundeseinheitlich. Die Bezugsgröße (Ost) wird von 3.010 auf 3.115 Euro pro Monat angehoben.

Darüber hinaus steigt die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung auf 7.100 Euro pro Monat. Aktuell beträgt sie noch 6.900 Euro. Im Osten verschiebt sich die Grenze von 6.450 auf 6.700 Euro pro Monat.

Wie das BMAS weiter berichtet, steigt die bundesweit einheitliche Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (Jahresarbeitsentgeltgrenze) von 62.550 auf 64.350 Euro. Die ebenfalls bundesweit einheitliche Beitragsbemessungsgrenze für das Jahr 2021 in der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt 58.050 Euro jährlich beziehungsweise 4.837,50 Euro monatlich. 2020 lagen die Beträge bei 56.250 Euro pro Jahr beziehungsweise 4.687,50 Euro pro Monat.

Der Verordnungsentwurf im Wortlaut kann hier kostenfrei als PDF-Datei heruntergeladen werden.

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