Die Häufigkeit von Hautkrebs steigt nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft seit einigen Jahrzehnten stetig an. Das Bundeskabinett will deshalb die arbeitsmedizinische Vorsorge verbessern und hat dazu eine Änderung der entsprechenden Verordnung beschlossen. Unter anderem wird explizit ein neuer Angebotsvorsorge-Anlass in den Anhang der Verordnung aufgenommen.

Ziel der modernisierten Verordnung ist es, arbeitsbedingte Gesundheitsgefährdungen durch natürliche UV-Strahlung zu vermeiden oder zu minimieren. Eine bessere Prävention soll außerdem dabei helfen, die hohe Zahl an Berufskrankheiten zu reduzieren. Dies sei dringend notwendig: Im Bereich der Landwirtschaft seien krankhafte Veränderungen der Haut wie Krebs oder Keratosen bereits die häufigste Berufskrankheit, im Baugewerbe die zweithäufigste.

Es gibt bereits eine Vielzahl an Anlässen, bei denen Arbeitgeber ihren Beschäftigten eine Angebotsvorsorge anzubieten haben. Ein weiterer für Tätigkeiten mit intensiver Belastung durch natürliche UV-Strahlung soll nun ergänzt werden. Im Rahmen der Vorsorge sollen die Arbeitnehmer aufgeklärt und beraten werden.

“Zudem soll die Belastung möglichst gering gehalten werden”, heißt es bei der Bundesregierung weiter. Technische und organisatorische Arbeitsschutzmaßnahmen wie Sonnensegel oder die Verlagerung der Arbeitszeit könnten die Gesundheitsgefährdung durch schädliche UV-Strahlung minimieren.

Des Weiteren sollen Klarstellungen zur ganzheitlichen arbeitsmedizinischen Vorsorge Rechtssicherheit schaffen und die praktische Umsetzung der Verordnung erleichtern und fördern. Künftig sollen in jedem Vorsorgetermin alle arbeitsbedingten Gefährdungen thematisiert werden. Insgesamt werden die Kosten für die Wirtschaft durch den neuen Angebotsvorsorgeanlass auf rund 14,5 Millionen Euro im Jahr beziffert. Der Bundesrat muss der Verordnung noch zustimmen.

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