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06.01.2021

Betriebsklima: Dienstleister gehen mehrheitlich sehr kollegial miteinander um

Kollegialität wird in der Dienstleistungsbranche hierzulande großgeschrieben - und das ist laut einer ver.di-Studie auch gut so. Denn sie steht in einem klaren Zusammenhang mit guten Arbeitsbedingungen und geringerem Stress im Beruf. Das positive Ergebnis beruht weniger auf Programmen und Maßnahmen, sondern dem hohen Eigeninteresse der Mitarbeiter selbst.

Die Studie basiert auf den Angaben von 4.731 Beschäftigten, die im Dienstleistungssektor arbeiten. Diese wurden allerdings noch vor der Corona-Krise erhoben. Seinerzeit gaben 86 Prozent der Befragten an, dass sie Hilfe und Unterstützung von ihren Kollegen bekommen, wenn sie sie brauchen. Die Arbeitsbedingungen scheinen dabei auch eine Rolle zu spielen: Während 95 Prozent der Dienstleister mit guten Arbeitsbedingungen auch eine hoch entwickelte Kollegialität haben, sind es bei solchen mit insgesamt schlechten Bedingungen nur 68 Prozent.

Darüber hinaus liegt Kollegialität auch im Interesse des Arbeitgebers. "Unter den Beschäftigten, die den Arbeitgeber gerne wechseln möchten, liegt der Anteil derer, die wenig Kollegialität erleben, fast dreimal zu hoch wie bei denen, die bleiben wollen", heißt es bei ver.di. Bemerkenswert ist, dass sich Mitarbeiter aber auch unter ungünstigen Bedingungen insgesamt mehrheitlich kollegial verhalten. Kollegialität hängt der Gewerkschaft zufolge also nicht am Tropf von Fördermaßnahmen der Unternehmensleitungen, sondern resultiere in starkem Maße aus dem Eigeninteresse der Beschäftigten.

Daran kann auch schlechtes Führungsverhalten nur bedingt etwas ändern, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. 73 Prozent der Beschäftigten können sich auch auf Hilfe ihrer Kollegen verlassen, wenn sie von den Vorgesetzten keine oder kaum persönliche Wertschätzung erhalten. Besser ist es jedoch, wenn alle "mitspielen": Wo ein sehr hohes oder hohes Maß an Wertschätzung durch die Vorgesetzten existiert, liegt der Anteil derer, die sich auf die Kollegialität ihrer Mitbeschäftigten verlassen können, bei 92 Prozent.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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