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23.12.2020

Hochschulabsolventen: Run auf den öffentlichen Dienst

Beamtenjobs waren noch vor nicht allzu langer Zeit eher verpönt statt begehrt. Dies hat sich radikal geändert: Der scheinbar dröge öffentliche Dienst entwickelt sich zum Renner bei den Hochschulabsolventen. Das berichtet das Handelsblatt.

Ein hoher Anteil des hochkarätigen Nachwuchses setzt lieber auf Sicherheit im Staatsdienst, statt auf ein lukratives Einkommen und eine attraktive Karriere in der Wirtschaft. Das zeigt eine Umfrage des Beratungsunternehmens Ernst & Young (EY) unter 2.000 Studierenden.

Nach dieser Befragung wollen mehr als ein Viertel (26 %) der künftigen High Potentials in den öffentlichen Dienst. Ein Fünftel (20 %) will die Fühler Richtung IT-Branche ausstrecken, Autoindustrie und Beratungsunternehmen sind jeweils für 12 Prozent der Befragten interessant. Am unteren Ende rangieren als möglicher Arbeitgeber bei den künftigen Hochschulabsolventen Banken (6 %) und Versicherungen (4 %).

Warum es den Nachwuchs inzwischen auf Arbeitsplätze bei Vater Staat zieht, erklärt Bildungs- und Jugendforscher Klaus Hurrelmann mit der unsicheren Zeit, in der diese Generation groß geworden ist. Beispielhaft führt er die Terroranschläge vom 11. September 2001 an, die Weltwirtschaftskrise oder - aktuell - die Corona-Pandemie.

Außerdem biete der Staat sinnvolle Beschäftigungen, betont Gisela Färber, Professorin an der deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften. Es sei eben schon etwas anderes, Aufgaben mit sinnstiftender Bedeutung auszuführen, als sich für einen Einzelunternehmer zu engagieren.

Erscheint jungen Frauen und Männern das Arbeiten im öffentlichen Dienst als sinnvoll, registrieren Wirtschaftsexperten diese Entwicklung eher sorgenvoll. Deutschland brauche mutige Innovatoren, betonen Wirtschaftswissenschaftler. Doch die sind dünn gesät, wenn in Umbruchszeiten nur wenige junge Menschen Verantwortung übernehmen wollten, beobachtet Klaus Hurrelmann.

Der Artikel "Traumjob Beamter: Amt statt Autoindustrie" kann auf Mausklick hier gelesen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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