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23.12.2020

Betriebliche Ausbildung und damit Azubis leiden unter der Corona-Pandemie

Manch einer befürchtet schon eine "verlorene Generation", was den Ausbildungsweg junger Menschen während der Corona-Pandemie betrifft. Tatsächlich beeinträchtigt diese die Qualität der Ausbildung, wie eine Befragung von Personalleitern zeigt. Vor allem betriebliche Einschränkungen führen zu Wissenslücken, die in vielen Fällen nicht wieder geschlossen werden können.

Der Personaldienstleister Randstad befragt regelmäßig bis zu 1000 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen. Im dritten Quartal drehte sich die Befragung auch um die Ausbildung in Unternehmen. 72 Prozent von ihnen berichteten, dass es aufgrund von Corona zu betrieblichen Einschränkungen kam. Nur in 49 Prozent der Fälle konnten die Defizite, die dadurch in der Ausbildung entstanden, wieder ausgeglichen werden. Allerdings gaben auch immerhin 27 Prozent der Unternehmen an, dass die Corona-Maßnahmen keine Auswirkungen auf die Berufsausbildung hatten.

Insgesamt bescheinigten 23 Prozent der befragten Personalleiter ihren Azubis auch weiterhin Nachholbedarf. "Geschlossene Berufsschulen, Betriebe im Homeoffice - gerade die für die Ausbildung so wichtige Kombination von praktischen und theoretischen Lerneinheiten wurde in der Pandemie stark beeinträchtigt", kommentiert Dr. Christoph Kahlenberg von Randstad die Ergebnisse. Dennoch hätten 88 Prozent der Ausbildungen mit einem erfolgreichen Abschluss beendet werden können.

Am schnellsten konnten die Defizite im verarbeitenden Gewerbe wieder wettgemacht werden, obwohl dort besonders viele Azubis mit erschwerten Lernbedingungen zu kämpfen hatten. Kahlenberg führt das auf ein sehr stabiles Ausbildungsnetzwerk aufgrund der hohen Ausbildungsdichte in dem Bereich zurück. Der beste Weg, Wissenslücken zu vermeiden, sei eine Lernkultur in der betrieblichen Praxis zu etablieren, die den gegenseitigen Austausch fördert: "Auf diese Weise können sich Netzwerke bilden, die auch in schwieriger Zeit Bestand haben."

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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