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18.12.2020

Das bringt das Steuerjahr 2021 für Arbeitnehmer

Jahreswechsel haben häufig steuerrechtliche Änderungen im Gepäck. Das ist 2021 nicht anders: So hat die Bundesregierung unter anderem verschiedene Freibeträge angehoben und die Pendlerpauschale erhöht. Zudem wurde die Förderung für Kurzarbeiter aufgrund der Corona-Pandemie verlängert. Die Vereinigte Lohnsteuerhilfe hat zusammengefasst, welche Änderungen Steuerzahler kennen sollten.

Wichtig ist beispielsweise der Grundfreibetrag, der zum 1. Januar 2021 von 9.408 auf 9.744 EUR steigt. Wer im kommenden Jahr mit seinem zu versteuernden Einkommen unter dieser Grenze liegt, muss keine Einkommensteuer zahlen. Zudem steigt das Kindergeld um 15 Euro pro Kind. Der Kinderfreibetrag wird von 2.586 auf 2.730 EUR angehoben, der Freibetrag für Betreuung, Erziehung und Ausbildung steigt von 1.320 auf 1.464 EUR. "Beide Freibeträge gelten jeweils pro Elternteil", heißt es bei dem Lohnsteuerhilfeverein.

Arbeitnehmer können sich des Weiteren auf die Erhöhung der Pendlerpauschale freuen, die auf 35 Cent pro Kilometer ab dem 21. Kilometer ansteigt. Wer mit seinem Einkommen innerhalb des Grundfreibetrags liegt, erhält eine sogenannte Mobilitätsprämie von 14 Prozent der erhöhten Pendlerpauschale, also 4,9 Cent ab dem 21. Kilometer. Der Solidaritätszuschlag wird hingegen für rund 90 Prozent der Steuerzahler künftig keine Rolle mehr spielen, da die Freigrenze angehoben wird. Auch das Baukindergeld fällt für Neuverträge von 2021 an weg.

Verlängert wurde hingegen die erhöhte Förderung für Kurzarbeiter, und zwar bis zum Jahresende 2021. Zu beachten ist dem VLH zufolge allerdings, dass eine Steuererklärung abgeben werden muss. Außerdem sei mit Steuernachzahlungen zu rechnen, da das Kurzarbeitergeld den Progressionsvorbehalt erhöht.

Neu ist die Grundrente für Menschen, die 35 Jahre lang Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt haben, aber trotzdem sehr niedrige Renten beziehen. Gezahlt wird bis zu 80 Prozent der Rente, die ein Durchschnittsverdiener in Deutschland in diesen Jahren erwirbt. Ermittelt werden Berechtigte durch die automatische Einkommensprüfung: Die Daten dafür erhält die Rentenversicherung vom Finanzamt.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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