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25.11.2020

Daimler-Lastwagensparte: Betriebsrat befürchtet radikalen Personalabbau

In der Autoindustrie brodelt es. Die Mobilitätswende schlägt hohe Wellen. Auch die Betriebsräte von Daimler Trucks geben jetzt Alarm: Sie befürchten einen radikalen Umbau des Geschäfts mit Nutzfahrzeugen. Folge wäre ein einschneidender Personalabbau in Deutschland, wie das Handelsblatt berichtet.

Der größte Lastwagenhersteller weltweit plant seine Zukunft. Doch für die Beschäftigten der Brummisparte sieht es aus der Perspektive der Betriebsräte düster aus. Nach Informationen der Wirtschaftszeitung Handelsblatt gibt es mehrere Szenarien für die Zukunft. Eines sehe eine Halbierung der heutigen Belegschaft vor.

Bis zum Jahr 2035 könnte demnach auf die Hälfte der insgesamt 30.000 Beschäftigten in Stuttgart, Wörth, Mannheim, Kassel und Gaggenau verzichtet werden. Zwar ist dieser Worst Case für die Arbeitnehmervertreter "unwahrscheinlich", dennoch - so stellen sie klar - erfordere dieses Szenario dringendes Handeln.

Hintergrund der trüben Aussichten für die Mitarbeiter ist die Umstellung von Verbrennungsmotoren auf Elektromotoren und Brennstoffzellenantriebe. Die Produktion der neuen Flotten wird mit erheblich weniger Personal zu bewerkstelligen sein als die der noch dominierenden Lastwagen mit Dieselmotoren.

Die Betriebsräte warnen, so das Handelsblatt, eindringlich vor einer Verteufelung der Selbstzünder. Sie kritisieren die Weigerung des Unternehmens, Finanzmittel in bestehende Fertigungen zu stecken. Daimler plane, verstärkt Komponenten von anderen Unternehmen zu beziehen. Daher fordern die Betriebsräte, geplante Fremdvergaben zu stoppen und hierzulande in eine umfassende Fertigungstiefe bei neuen Antrieben zu investieren. Sicher ist für die Betriebsräte: "Wir werden für unsere Forderungen streiten".

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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