Nachrichten für Betriebsräte!

(c) photocrew / fotoliaUm mit dem Arbeitgeber auf Augenhöhe zu bleiben, gilt es für Betriebsräte, aktuelle Entwicklungen im Arbeitsrecht, Arbeits- & Gesundheitsschutz und in anderen Bereichen zu verfolgen. BetriebsratsPraxis24.de bietet Euch/Ihnen daher täglich kostenlose und praxisnahe Nachrichten aus diesen Bereichen. So wird keine rechtliche Neuerung mehr verpasst und die Mitbestimmung im Betrieb bzw. Unternehmen erleichtert! Weitere Vorteile finden sich hier.

Aktuell, verlässlich, informativ: Unser kostenloser Newsletter informiert regelmäßig über aktuelle Entwicklungen.

Photo: "Newsletter" / © photocrew (fotolia)


19.11.2020

IAB-Kurzbericht: Das soziale Umfeld kann Langzeitarbeitslose beim Zurück in die Arbeitswelt unterstützen

Soziale Netzwerke können Langzeitarbeitslosen dabei behilflich sein, wieder eine Beschäftigung zu finden. Das zeigt eine aktuelle Studie aus dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Doch ist es - entgegen der Erwartungen - weniger der engste und direkte Kreis, der sich bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt als hilfreich erweist.

Das Zurück in eine regelmäßige und dauerhafte Beschäftigung ist für Langzeitarbeitslose schwerer als für Kurzzeitarbeitslose. Daher gingen Wissenschaftler des IAB der Frage nach, ob und vor allem wie das soziale Umfeld Langzeitarbeitslosen dabei behilflich sein kann, wieder eine Arbeit aufzunehmen.

Ein wesentliches Ergebnis der Studie ist, dass gerade die engsten Beziehungen, wie beispielsweise die Familie oder enge Freunde, mit der Bereitschaft, bei der Stellensuche behilflich zu sein, kaum dazu beitragen, die Beschäftigungschancen zu erhöhen.

Auch weitläufigere Kontakte aus dem sozialen Netzwerk von Langzeitarbeitslosen, die bereit sind, arbeitsmarktbezogen zu unterstützen, wirken sich kaum auf die Jobchancen aus.

Die größte positive Wirkung auf eine neue Beschäftigung für Langzeitarbeitslose haben die sogenannten schwachen Beziehungen. Dies sind im sozialen Umfeld die Menschen, zu denen nur eine geringe emotionale Beziehung besteht, beispielsweise Kontakte, die in Vereinen entstanden sind. Erklärt wird dieses Phänomen in der Publikation des Forschungsinstituts der Bundesagentur für Arbeit damit, dass dieser Personenkreis über andere Informationen verfüge als Familienmitglieder oder gute Freunde.

Insbesondere gehe "von anderen, nicht unmittelbar auf die Arbeitssuche gerichteten Netzwerkressourcen ein positiver Effekt auf die Beschäftigungschancen" aus, schreiben die Autoren der Studie. Beispielhaft nennen sie "Hilfe bei der Bewältigung von kurzfristiger Geldknappheit, Unterstützung bei familiären Konflikten oder beim Umgang mit der Bürokratie".

Der IAB-Kurzbericht 22/2020 "Rolle des sozialen Netzwerkes von Langzeitarbeitslosen - Mitgliedschaften in Vereinen und Hilfe bei Alltagsproblemen können Jobchancen erhöhen" steht auf Mausklick hier zum Download bereit.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

AGB | Datenschutz | Impressum | Leistungsschutzrecht |  © F.A.Z. BUSINESS MEDIA GmbH – Ein Unternehmen der F.A.Z.-Gruppe * Alle Rechte vorbehalten

UAN_nv_1409
/fachwissen/