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22.10.2020

WidO-Analyse zu Covid-19-Folgen unter Arbeitnehmern: Schwere Beeinträchtigungen mit langen Fehlzeiten auch nach Klinikaufenthalt

Berufstätige, die an Covid-19 erkranken und stationär behandelt werden müssen, weisen nach der akuten Erkrankung noch häufig schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen auf, die entsprechend mit krankheitsbedingten Fehlzeiten einhergehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WidO).

Das Corona-Virus ist gefährlich. Wie gefährlich, das zeigt die aktuelle WidO-Untersuchung: Von den Sars-CoV-2-Erkrankten mussten 13,6 Prozent stationär behandelt werden. Mit der Entlassung war die Gesundheit freilich nicht vollends wiederhergestellt. In den ersten zehn Wochen nach dem Aufenthalt im Krankenhaus waren 6,1 Prozent der Betroffenen arbeitsunfähig. In der nicht infizierten Vergleichsgruppe - Alters- und Geschlechtsunterschiede wurden in der Analyse rechnerisch ausgeglichen - waren dies im gleichen Zeitraum lediglich 2,8 Prozent.

Die gravierenden Auswirkungen einer Covid-19-Erkrankung zeigen sich insbesondere auch an der hohen Sterblichkeitsrate der stationär behandelten Beschäftigten: Diese betrug im Beobachtungszeitraum 3,3 Prozent. Als "besorgniserregend" kommentiert Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WidO, diesen Anteil, seien doch Versicherte mit einem durchschnittlichen Lebensalter von 47 Jahren betroffen. In der Vergleichsgruppe ohne Sars-CoV-2-Infektion lag die Sterblichkeit bei 0,08 Prozent.

Die Fehlzeiten nach den Klinikaufenthalten wegen Covid-19 betreffen besonders häufig Erkrankungen des Atmungssystems und der Psyche. Wegen Erkrankungen des Atmungssystems waren ehemalige Corona-Patienten rund siebenmal häufiger arbeitsunfähig als die Vergleichsgruppe ohne Sars-CoV-2. Gut dreimal so viele Arbeitsunfähigkeitstage wurden wegen psychischer Erkrankungen bei Corona-Erkrankten ermittelt als bei der Vergleichsgruppe.

Das WidO stellt weitere Auswertungen der Analyse auf Mausklick hier zur Verfügung.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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