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09.10.2020

Führungskultur: Ungerechtigkeit und Unfairness können krank machen

Ein gerechter und fairer Umgang von Führungskräften mit ihren Mitarbeitern kann offenbar dazu beitragen, krankheitsbedingte Fehlzeiten zu reduzieren. Darauf deuten zumindest die Ergebnisse eines neuen Reports der AOK hin. Wer das Gefühl hat, ungerecht behandelt zu werden, klagt häufiger über Gereiztheit, Erschöpfung oder Schlafstörungen. Auch körperliche Beschwerden kommen öfter vor.

Das Wissenschaftliche Institut der AOKs (WIdO) hat insgesamt 2.500 Arbeitnehmer zwischen 18 und 65 Jahren zu ihrem Gerechtigkeitsempfinden am Arbeitsplatz befragt und die Auswirkungen auf die Gesundheit analysiert. Demnach fielen Befragte, die ihren Vorgesetzten die besten Noten für Fairness geben, durchschnittlich 12,7 Arbeitstage pro Jahr aus. Die Gruppe der Berufstätigen, die ihren Chef als eher ungerecht wahrnehmen, fehlte dagegen im Durchschnitt 15 Tage im Jahr wegen Arbeitsunfähigkeit. Solche Erfahrungen schlagen nicht nur auf die Psyche: Auch Rücken- und Gelenkschmerzen oder Kopfschmerzen kommen bei den Betroffenen häufiger vor.

Von einem wertschätzenden Umgang profitiert nicht nur die Gesundheit. Die Befragung zeigte auch, dass empfundene Fairness des Arbeitgebers und der Führungskraft mit einer hohen Bindung der Beschäftigten an das Unternehmen einhergeht. Sie fühlten sich gut aufgehoben und würden ihr Unternehmen als Arbeitgeber weiterempfehlen. "Auch dies ist in Zeiten des Fachkräftemangels ein wichtiges Ergebnis: Fairen Betrieben gelingt es eher, hochqualifizierte, selbstständig arbeitende, zufriedene und gesunde Beschäftigte auch dauerhaft an das Unternehmen zu binden", erklärt Helmut Schröder vom WIdO.

Die jeweilige Führungskraft habe eine "zentrale Scharnierfunktion zwischen Unternehmensleitung und Mitarbeitern", heißt es in dem Report weiter. Dabei legen Arbeitnehmer besonderen Wert auf Anerkennung, Vertrauen und eine faire Streitkultur. In der Praxis fehlt es aber beispielsweise 46,4 Prozent an gerechten Konfliktlösungen, 40,8 Prozent an Wertschätzung. 32,9 Prozent monierten, dass ihr Unternehmen nicht hinter dem Personal steht.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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