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13.08.2020

Ausbildungsmarkt: Das Corona-Virus zeitigt deutliche Spuren

Nachteilig wirkt sich die Corona-Pandemie nicht nur auf den Arbeitsmarkt aus, sondern auch auf den Ausbildungsmarkt: Sowohl die Zahl der Ausbildungsstellen als auch die Zahl der Bewerber ist zurückgegangen. Unterm Strich werden mehr Azubis gesucht als Ausbildungsstellen angeboten werden. Das teilt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) mit.

Das arbeitgebernahe IW rechnet damit, dass viele Ausbildungsstellen nicht besetzt werden. Denn den rund 482.000 freien Azubi-Plätzen stehen gerade einmal 417.000 Bewerberinnen und Bewerber auf der Suche nach einer Ausbildung gegenüber. Diese Zahlen aus dem Juni 2020 entsprechen einem Minus von jeweils rund 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Besonders stark geschrumpft mit 16 Prozent ist innerhalb von einem Jahr das Ausbildungsangebot in der Gastronomie. Unwesentlich geringer sind laut IW die Rückgänge im Maschinenbau und bei Logistikunternehmen. Positive Beispiele gibt es auch: Zugelegt bei den Angeboten für Ausbildungen haben Ver- und Entsorgungsbetriebe sowie der Tiefbau.

Warum sich deutlich weniger junge Frauen und junge Männer für eine klassische Ausbildung interessieren, erklären die Autoren des Berichts. Das Studium gelte im Gegensatz zu der Ausbildung in einem kleinen oder mittelgroßen Betrieb als krisensicher. Aus Sicht des IW durchaus eine Fehleinschätzung.

Finanzielle Unterstützung für kleine und mittlere Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau halten oder sogar erhöhen, wurde mit dem Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" ins Leben gerufen. Gedacht ist das Programm zudem für KMUs, die Kurzarbeit vermeiden oder Auszubildende von insolventen Betrieben übernehmen. Die Ausbildungsprämie liegt bei 2.000 bis 3.000 Euro.

Mitnahmeeffekte schließt das Institut nicht aus. Noch besser wäre es freilichaus Sicht des IW gewesen, wenn diese Prämie zum Beispiel stärker auf Berufe mit Fachkräftemangel ausgerichtet worden wäre.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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