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06.08.2020

IAB-Arbeitsmarktbarometer: Starker Anstieg im Juli spiegelt Robustheit des Arbeitsmarktes

Die Gesamtentwicklung am Arbeitsmarkt zeigt nach den Lockerungen des coronabedingten Lockdown wieder eine positive Tendenz: Diese bildet sich im Arbeitsmarktbarometer, einem Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, ab.

Nach den negativen Werten seit April geht das Arbeitsmarktbarometer wieder aufwärts. "Der Negativtrend am Arbeitsmarkt scheint weitgehend gestoppt zu sein", kommentiert Professor Dr. Enzo Weber aus dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) das Juli-Ergebnis von 97,8 Punkten. Gegenüber Juni ist dies ein Anstieg von 3,1 Punkten. Die Arbeitslosigkeitskomponente ist um 3,7 Punkte auf 97,7 Punkte gestiegen und die Beschäftigungskomponente um 3,3 Punkte auf 98 Punkte.

Das Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator und basiert auf einer monatlichen Umfrage unter allen Arbeitsagenturen. Es bildet den Mittelwert aus den zwei Komponenten Arbeitslosigkeit und Beschäftigung: Die Komponente Arbeitslosigkeit prognostiziert die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate. Die Komponente Beschäftigung gibt einen Ausblick auf die zu erwartende Beschäftigungsentwicklung.

"Der Arbeitsmarkt hat den immensen wirtschaftlichen Schock bisher vergleichsweise gut verkraftet", kommentiert Professor Weber, der den IAB-Forschungsbereich Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen leitet, das Umfrageergebnis. Die Stützungsmaßnahmen der Politik hätten dabei genauso geholfen wie die zügigen Lockerungen aufgrund gesunkener Infektionszahlen.

Allerdings sei eine verstärkte Einstellungsdynamik erforderlich, um "die Kriseneffekte am Arbeitsmarkt wieder wettzumachen", betont Professor Weber. Sollte sich das Infektionsgeschehen wieder verschärfen, bleibe der Arbeitsmarkt kaum von Risiken verschont. Er verweist zudem darauf, dass vermehrt Insolvenzen nach dem Ende des Aussetzens der Insolvenzantragspflicht am 30. September drohen könnten.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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