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14.07.2020

Klier-Friseurgruppe: Arbeitsgericht Hamburg lehnt fristlose Kündigung einer Betriebsrätin ab

Die Friseurgruppe Klier hat dem gesamten Betriebsrat der Region Hamburg/Schleswig-Holstein fristlos gekündigt. Als Grund wurde Arbeitszeitbetrug angegeben. Die betroffenen sechs Frauen wehren sich jetzt vor Gericht. Im ersten Prozess vor dem Arbeitsgericht Hamburg wurde die fristlose Kündigung einer Betriebsrätin nun nicht bestätigt.

Rund 10.000 Friseurinnen und Friseure beschäftigt die Klier-Unternehmensgruppe aus Wolfsburg in knapp 1.500 Haarsalons. Die sechs fristlos gekündigten Betriebsrätinnen setzen sich nach Angaben der Frankfurter Rundschau für die Interessen von mehr als einhundert Mitarbeitern in 17 Salons im Hamburg und Schleswig-Holstein ein. Gegründet wurde dieser Betriebsrat im Jahr 2013.

Für André Kretschmar, ver.di-Gewerkschaftssekretär, gehören die fristlosen Kündigungen der sechs Betriebsrätinnen "zu einem Bündel von Maßnahmen gegen Betriebsratsarbeit". So hätten beispielsweise "viele Verbesserungen für die Beschäftigten" erst vor Gericht durchgesetzt werden können.

Gewerkschaftssekretär Kretschmar berichtet laut Frankfurter Rundschau, dass rund zwanzig Gerichtsverfahren in den Regionen Berlin und Hannover der Klier-Kette laufen würden, in denen es um Betriebsräte gehe.

Die Beschäftigten scheinen das Vorgehen ihres Arbeitgebers nicht zu unterstützen. Beim Prozess vor dem Hamburger Arbeitsgericht hatten sich einige versammelt und sekundierten: "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns den Betriebsrat klaut".

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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