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09.07.2020

Arbeitnehmer-Befragung: Ein Wechsel des Arbeitgebers steht wieder zunehmend auf der beruflichen Wunschliste

Die Corona-Pandemie wirbelt das Leben aller Menschen gehörig durcheinander - auch das Arbeitsleben. Die Berufstätigen waren und sind unterschiedlich davon betroffen. Seit hierzulande erste Lockerungen erlaubt sind, gehen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in deutlichen Schritten in Richtung der sogenannten neuen Normalität. Eine Befragung zeigt: Auch ihre virusbedingt eingefrorene Wechselbereitschaft in punkto Job taut wieder auf.

Deutlich eingeschränkt war das Wirtschaftsleben im März und April jenseits der systemrelevanten Branchen. Mit Beginn der Lockerungen versuchen die betroffenen Wirtschaftsbereiche wieder Tritt zu fassen. Entsprechend blicken auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder nach vorne und überlegen den nächsten Karriereschritt. Dieses Ergebnis zeigt der aktuelle Corona HR Monitor des Trendence Instituts, der das Verhalten auf dem Arbeitsmarkt spiegelt.

Der Anteil der akademisch gebildeten Berufstätigen, die im Mai aktiv nach einem neuen Job gesucht haben, lag bei 13,2 Prozent und damit um 5,5 Prozent höher als im Vormonat (April: 7,7 %). Passiv auf der Suche nach einer neuen Aufgabe waren im gleichen Zeitraum bei den Nichtakademikern 37,2 Prozent gegenüber 31,3 Prozent im April. Das ist ein Anstieg von 5,9 Prozent.

Die passive Bereitschaft zum Arbeitgeberwechsel ist bei den Akademikern nach dieser Befragung im Lockdown im Vergleich zum Februar mit 40,7 Prozent sogar um 2,8 Prozent leicht angewachsen. Das bezeichnet Robindro Ullah, einer der Trendence-Geschäftsführer, als "bemerkenswert". Er vermutet ein mögliches Versäumnis der Arbeitgeber, "ihre Mitarbeiter fester an sich zu binden".

Die Analyse zeigt zudem, dass bei Universitätsabsolventen systemrelevante Berufe stärker in den Fokus rücken. Danach tragen "sich 29,5 Prozent der Studenten mit der Absicht, nach ihrem Studium einen systemrelevanten Beruf zu ergreifen". Noch stärker ausgeprägt ist diese Entwicklung bei Schülerinnen und Schülern, die keinen akademischen Abschluss anstreben. Rund 40 Prozent können sich einen Beruf in den systemrelevanten Bereichen vorstellen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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