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08.07.2020

Corona verändert den Arbeitsalltag - Frauen häufiger im Homeoffice als Männer

Homeoffice und Videokonferenzen - manche Veränderungen der Arbeitswelt durch die Corona-Krise sind offensichtlich. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat genauer hingeschaut: Es zeigte sich unter anderem, dass Frauen häufiger ins Homeoffice wechselten als Männer. Ein Grund ist, dass letztere häufiger in der Produktion, erstere öfter in der Verwaltung tätig sind.

Für die Studie wurden zwischen April und Mai rund 1.200 Personen befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für Personen, die in privatwirtschaftlichen Betrieben mit mindestens 50 Beschäftigten arbeiten und beruflich digitale Informations- und Kommunikationstechnologien nutzen. So gingen rund 20 Prozent derjenigen, die zuvor ausschließlich im Betrieb tätig gewesen waren, aufgrund der Corona-Pandemie zumindest zum Teil auch ins Homeoffice. Während es bei den Frauen 28 Prozent waren, lag die Quote bei den Männern bei 17 Prozent. Insgesamt arbeitete die Hälfte aller Befragten im April und Mai zumindest teilweise von zu Hause.

Auch Kurzarbeit ist weit verbreitet: Auf 27 Prozent der Befragten traf das zu. Mit 46 Prozent waren Personen in der Produktion überdurchschnittlich häufig von Kurzarbeit betroffen. Wenig verwunderlich also, dass die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt um 15 Prozent sanken. 2019 waren es im Durchschnitt 37,9 Stunden pro Woche, zum Befragungszeitpunkt 32,1 Wochenstunden. Neben der Kurzarbeit spielte dabei auch eine Rolle, dass deutlich seltener Überstunden geleistet wurden und mehr als die Hälfte der Befragten in der Krise Urlaub nahm oder Arbeitszeitguthaben abbaute.

Knapp ein Drittel der befragten Männer und Frauen berichteten, dass sie sich momentan um mindestens ein Kind kümmern, heißt es in dem Kurzbericht weiter. Bei Frauen, die mindestens ein Kind betreuten, reduzierte sich die Stundenzahl von durchschnittlich 30,6 auf 28. Bei betreuenden Männern sank die Arbeitszeit im Schnitt von 42,1 auf 36,4 Stunden. Darüber hinaus nahmen 40 Prozent der Männer und 44 Prozent der Frauen mit Betreuungsaufgaben ihre Arbeit als weniger effizient wahr als vorher.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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