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07.07.2020

Blick voraus: Mindestlohn steigt ab Juli 2022 auf 10,45 Euro

Der allgemeine gesetzliche Mindestlohn wird innerhalb der nächsten zweieinhalb Jahre auf 10,45 Euro ansteigen. Voraussetzung ist, die Bundesregierung setzt die Empfehlung der Mindestlohnkommission entsprechend um.

Der aktuelle Mindestlohn in Höhe von 9,35 Euro soll in vier Halbjahresschritten erhöht werden: Der erste Schritt auf 9,50 Euro soll im Januar 2021 erfolgen, bereits ab Juli 2021 sollen 9,60 Euro erreicht werden. Ab Januar 2022 soll der Mindestlohn pro Stunde bei 9,82 Euro liegen und ab Juli 2022 soll mit 10,45 Euro die Zehner-Grenze übersprungen werden. Im Jahr 2023 wird die Mindestlohnkommission dann erneut beraten.

Für DGB-Vorstand Stefan Körzell, Mitglied der Mindestlohnkommission, ist die einstimmige Empfehlung der Kommissionk, den Mindestlohn in vier Schritten anzuheben, "ein deutlicher Schritt, um schneller zu den geforderten 12 Euro zu kommen". Bereits die nun zu erwartenden Steigerungen des Mindestlohns würden zu "knapp 2 Milliarden Euro mehr" bei den Beschäftigten führen.

DGB-Mann Körzell lässt allerdings keinen Zweifel daran, "dass der Mindestlohn lediglich eine untere Haltelinie sein kann". Tarifverträge würden für Beschäftigte das wichtigste Instrument zur Regelung von Lohn- und Arbeitsbedingungen bleiben.

Ausgenommen von dem gesetzlichen Mindestlohn sind Jugendliche unter 18 Jahren, Auszubildende, Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten ihrer Beschäftigung nach Beendigung der Arbeitslosigkeit, Praktikanten oder auch Jugendliche in einer Einstiegsqualifizierung

Übrigens sei daran erinnert, dass sich keine Branche über den gesetzlichen Mindestlohn hinwegsetzen darf.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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