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20.05.2020

Studie: Multitasking kann Traurigkeit und Angst verursachen

Ob Multitasking für Menschen überhaupt möglich ist und wenn ja, ob es Vorteile bringt, ist umstritten. Eine neue Studie der Universität Houston gießt Wasser auf die Mühlen der Kritiker. Danach kann die parallele Erledigung verschiedener Aufgaben nicht nur zu Stress, sondern auch zu negativen Emotionen wie Angst und Traurigkeit führen. Sie könnten sich auf die gesamte Unternehmenskultur übertragen.

Die Forscher analysierten die Gesichtsausdrücke von Büroarbeitern, während diese eine Schreibaufgabe zu bewältigen hatten. Während eine Gruppe mehrere E-Mails am Beginn ihrer Sitzung beantwortete, sollte die andere diese jeweils bearbeiten, sobald sie eintrafen. Dadurch wurden sie häufig bei ihrer Arbeit unterbrochen.

Diejenigen, die zu Multitasking gezwungen waren, schienen deutlich trauriger zu sein als die, die es nicht waren, berichtet Studienautor Ioannis Pavlidis. Ausgelöst wurde die Traurigkeit vermutlich durch die psychische Belastung und erhöhten Stress, der mit der gleichzeitigen Erledigung mehrerer Aufgaben einhergeht. In die Traurigkeit mischte sich zudem ein Hauch von Angst: "Sie ist wahrscheinlich in der unbewussten Erwartung der nächsten Störung verwurzelt."

Da Multitasking eine weit verbreitete Praxis sei, könne das Auftreten dieser negativen Emotionen bei vielen Menschen den ganzen Arbeitstag über anhalten. Das kann sich den Forschern zufolge erheblich auf die gesamte Unternehmenskultur auswirken: Durch bewusste oder unbewusste Prozesse könnte das ganze Team "emotional angesteckt" werden.

Die Gruppe, die alle E-Mails in einem Rutsch beantwortete, blieb weitgehend neutral. Sie zeigten zwar ein wenig Ärger - vermutlich, weil sie die Mehrarbeit realisierten, die die reihenweise Beantwortung der Mails mit sich brachte. Da der Zeitaufwand aber begrenzt und überschaubar war, hielt dieser emotionale Effekt nicht lange an. Eine gute Option wäre es den Autoren zufolge, E-Mails gesammelt zu einem späteren Zeitpunkt zu beantworten, wenn alle anderen Aufgaben erledigt sind - wohlwissend, dass das in der Praxis oft nicht möglich ist.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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