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11.05.2020

Verdi fordert tarifvertragliche Aufwertung systemrelevanter Berufe

Viele Menschen plädieren während der Corona-Krise für dauerhaft bessere Arbeitsbedingungen und Gehälter in sogenannten systemrelevanten Berufen. Die Gewerkschaft Verdi will sie in den Tarifverträgen festgeschrieben wissen und ihren Forderungen "notfalls auch mit Streiks" Nachdruck verleihen. Außerdem soll der Staat an Unternehmen, die mit staatlichen Geldern gerettet wurden, aktiv beteiligt sein.

"Wir werden Tarifvertrag für Tarifvertrag aufrufen und alle die beim Wort nehmen, die zurzeit täglich eine größere gesellschaftliche Anerkennung für diese Berufe fordern, in denen besonders viele Frauen arbeiten", sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke. Extrazahlungen seien zwar gut, nachhaltige Tarifverträge aber besser. Dass bereits das Kurzarbeitergeld erhöht wurde, verbucht er zwar als Erfolg der Gewerkschaften. Allerdings komme die Erhöhung erst ab dem vierten Monat für viele Beschäftigte in Branchen mit niedrigen Einkommen und einem hohen Anteil an Teilzeitarbeit viel zu spät.

Darüber hinaus plädiert Werneke für eine aktive Beteiligung des Staates an Unternehmen, die dieser rettet: "Wir müssen verhindern, dass mithilfe von Steuergeldern Personalabbau finanziert wird oder Dividenden an Aktionäre und Boni an Führungskräfte gezahlt werden." Mit einer Beteiligung bleibe der Staat verantwortlich dafür, "was mit dem Steuergeld passiert".

Die Gewerkschaft will zudem "genau darauf achten", dass die Einschränkungen demokratischer Grundrechte aus Gründen des Infektionsschutzes zurückgenommen werden, sobald dies möglich ist. Alle derartigen Einschränkungen wie die der Bewegungsfreiheit oder der Versammlungsfreiheit dürften nur so lange gelten, wie dies zur Eindämmung des Corona-Virus unabdingbar ist.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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