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07.05.2020

Studie: Die innere Uhr beeinflusst den Umgang mit den eigenen Emotionen

Die innere Uhr bestimmt den Schlaftyp der Menschen: Die Extremtypen werden als Eulen und als Lerchen bezeichnet. Die Eulen als Spätinsbettgeher und die Lerchen als Frühaufsteher unterscheiden sich freilich nicht nur in der Gewohnheit, wann sie sich in die Horizontale zurückziehen: Sie verarbeiten nach einer neuen Studie auch ihre Emotionen unterschiedlich.

Die Frauen und Männer, deren innere Uhr sich an den Lerchen - früh ins Bett und früh wieder aus dem Bett heraus - orientiert, können in der Arbeitswelt Vorteile gegenüber den Eulen für sich verbuchen. So komprimiert ein Artikel in Business Insider Deutschland eine Untersuchung der Universität Málaga.

Frühaufsteher können nach dieser Studie ihre Gefühle besser steuern als die Kollegen, denen die Schlummertaste am Wecker ein unersetzliches Utensil ist. Die frühmorgens schon munteren Lerchen nehmen ihre Emotionen an und setzten positive Strategien zur ihrer Verarbeitung ein. Als Beispiel wird die kognitive Neubewertung genannt. Vergibt der Vorgesetzte beispielsweise einer Lerche ein schwieriges Projekt, so erkennt die Lerche darin keine Falle, sondern Zutrauen in ihre Fähigkeiten.

Deutlich anders reagierten die Nachtmenschen: Ihnen ist die Regulierung der eigenen Emotionen unvertraut. Sie neigen dazu, ihre Gefühle zu unterdrücken. Folge davon ist nach der Studie "Circadian typology is related to emotion regulation, metacognitive beliefs and assertiveness in healthy adults" ein schlechteres Wohlbefinden als bei den Lerchen. Hinzu gesellen könnten sich ein niedrigeres Selbstwertgefühl, geringere Zufriedenheit sowie psychologische Probleme.

Diese Unterschiede zwischen Nachteulen und Lerchen könnten sich auch daraus erklären, dass die Nachteulen wegen der klassischen Arbeitszeiten gegen ihren eigenen Schlafrhythmus leben müssen. Die Gesellschaft ist recht einseitig auf die Morgenmenschen ausgerichtet.

Für die Studie wurden Angaben von rund 2.200 Teilnehmern ausgewertet. Frauen und Männer haben online Angaben zu ihrem Schlafverhalten und dem Umgang mit den eigenen Emotionen gemacht. Die Probanden setzten sich zu 27,9 Prozent aus Nachteulen, zu 23,3 Prozent aus Lerchen und zu 48,8 Prozent aus Mischtypen zusammen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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