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30.04.2020

Pflegebranche und Corona-Pandemie: Systemrelevanz trägt erste Früchte auf dem Gehaltskonto

Alle Beschäftigten in der Altenpflege sollen mit dem Juli-Gehalt eine Sonderprämie erhalten. Darauf haben sich die Gewerkschaft ver.di und die Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) geeinigt. Angehoben wird zudem ab 2021 der Mindestlohn in der Branche.

Endlich Anerkennung wird den Beschäftigten in der Altenpflege zuteil - und zwar nicht nur mittels Applaus, sondern in Euro und Cent auf dem Gehaltskonto. Ein längst überfälliger Schritt, ausgelöst durch die Corona-Pandemie. Unisono wird die verantwortungsvolle Aufgabe der Pflegekräfte anerkannt, bescheinigt wird ihnen Systemrelevanz.

Der vereinbarte Bonus für Pflegefachkräfte, Pflegehilfskräfte, Pflegeleitungen, Alltagsbegleiterinnen, Betreuungskräfte und Assistenzkräfte soll mit dem Juli-Gehalt angewiesen werden. Jeder darf sich freuen, wenn auch die Höhe des Extras unterschiedlich sein wird. Der Bonus bewegt sich in einer Spannweite zwischen 1.500 Euro für Vollzeitkräfte und 500 Euro für "sonstige Beschäftigte". Auszubildende sollen ebenfalls nicht zu kurz kommen: Sie sollen eine Prämie in Höhe von 900 Euro erhalten.

Diese Pflege-Prämie ersetze keineswegs "eine angemessene Vergütung für ... verantwortungsvolle, oft auch belastende und zu schlecht bezahlte Arbeit", betont die Dienstleistungsgewerkschaft. Daher würden sich BVAP und ver.di weiter für einen Tarifvertrag stark machen, der sich auf alle Arbeitgeber erstreckt.

Die Tätigkeit der in der Pflege Tätigen wird künftig besser entlohnt werden. Darüber haben sich das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesarbeitsministerium verständigt. Das Bundeskabinett hat entsprechend den Weg "für höhere und erweiterte Mindestlöhne für Altenpflegekräfte" geebnet, heißt es bei boerse-online.

Der aktuelle Mindestlohn in Höhe von 10,85 Euro im Osten und 11,35 Euro im Westen soll in vier Schritten auf jeweils 12,55 Euro ansteigen. Neu wird ab Juli 2021 ein Mindestlohn für Fachkräfte in Höhe von 15 Euro sein, der ab April 2022 auf 15,40 Euro steigen wird.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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