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08.04.2020

Studie: Hindernisse und dürftige Informationen sind für Europäische Betriebsräte vielfach Normalität

Die Vorgaben von EU-Richtlinien und die gelebte Wirklichkeit unterscheiden sich nicht ganz selten. Das gilt auch für die Europäischen Betriebsräte und ihrer Arbeit: Sie haben mit Hindernissen zu kämpfen, die keine mehr sein sollten. Das zeigt eine Studie des Europäischen Gewerkschaftsinstituts (ETUI).

Die Untersuchung offenbart Schwachpunkte, mit denen die Europäischen Betriebsräte (EBR) oder European Works Councils (EWC) konfrontiert werden. So erhält laut EBR-News Nr. 1/2020, Punkt 2, nur "eine Minderheit aller EBR-Mitglieder detaillierte Informationen über Umstrukturierungsmaßnahmen". Lediglich 22 Prozent aller Befragten wurden vor einer endgültigen Unternehmensentscheidung informiert und konsultiert.

Das Gros der befragten EBR sieht sich nach der Studie nicht in der Lage, Unternehmensentscheidungen zu beeinflussen. Denn häufig beschränke sich die Informationsvermittlung auf einige wenige Grafiken. Eine derartige Informationsvermittlung wird als "zu oberflächlich" betrachtet.

Die Europäischen Betriebsräte und SE-Betriebsräte haben laut der aktuellen Richtlinie einen Anspruch auf Schulung. Doch für 38 Prozent aller Befragten, steht dieser Anspruch nur auf dem Papier: Noch nie haben sie an einer Schulung teilgenommen.

Nicht erreicht wird nach der Studie auch das selbstgesteckte Ziel von den europäischen Gewerkschaften, dass jeder EBR durch einen externen Koordinator unterstützt werden soll. Lediglich 59 Prozent können sich von einem hauptamtlichen Gewerkschaftssekretär beraten lassen.

Die Studie "Can anybody hear us? An overview of the 2018 survey of EWC and SEWC" steht auf Mausklick hier zum Download bereit bereit.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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