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26.03.2020

Die gesetzliche Rente ist besser als ihr Ruf

Das Thema Altersarmut wird regelmäßig in der Öffentlichkeit diskutiert. Zurück bleibt bei der jüngeren Generation nicht selten ein ungutes, ein besorgtes Gefühl. Zu Recht? Der Tenor einer aktuellen Publikation aus dem Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) ist positiver und lautet: Die gesetzliche Rente hierzulande ist besser als Ruf.

Im Durchschnitt würden die gesetzlichen Renten bei rund 70 Prozent des letzten Nettoeinkommens liegen. Das sei ausreichend, um sowohl gegenwärtig als auch zukünftig Armut zu vermeiden, konstatieren die Autoren. Denn Armutsvermeidung bei einem Durchschnittsverdiener liege im Rentenalter bei 33 bis 50 Prozent des letzten Nettoeinkommens.

Richtet sich die Betrachtung allerdings darauf, "den Lebensstandard vor dem Renteneintritt" im Rentenalter zu halten, reiche die gesetzliche Rente nicht aus. Denn um den Lebensstandard nicht senken zu müssen, seien 88 bis 98 Prozent des letzten Nettoeinkommens erforderlich. Diese Leistung könne die gesetzliche Rente nicht erbringen. Doch könne diese existierende Lücke durch private und betriebliche Vorsorge geschlossen werden.

Die Max-Planck-Wissenschaftler verweisen exemplarisch auf die Niederlande. Im Nachbarland kombiniere man staatliche und betriebliche Renten und erreiche so meist 100 Prozent des letzten Nettoeinkommens. Doch in Deutschland seien Betriebsrenten längst nicht flächendeckend üblich.

Die Publikation "Sicherungsziele für die Rente: empirische Messung und Ergebnisse" veröffentlicht in der Zeitschrift Wirtschaftsdienst, Heft 3, Jahrgang 2020, S. 185 - 193, gibt auch einen Überblick über aktuelle Vorsorgeempfehlungen und richtet sich neben Entscheidungsträgern und Rentenversicherern auch an Einzelpersonen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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