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13.02.2020

Arbeitsexperte empfiehlt Betriebsräten Marketing in eigener Sache

Betriebsräte sind keineswegs für alle Beschäftigten eine Selbstverständlichkeit: In Ostdeutschland arbeiten gerade 35 Prozent in Unternehmen mit einem Betriebsrat, im Westen sind es 42 Prozent. Viele Mitarbeiter wüssten gar nicht mehr, wie Betriebsräte arbeiten, so ein Arbeitsexperte in einem Interview mit dem Deutschlandfunk.

Betriebsräte sind "ein wichtiges Gerüst der Arbeitnehmervertretung", davon ist der Arbeitsexperte und Wirtschaftspsychologe Dr. Carsten Schermuly, Professor an der SRH Hochschule Berlin, überzeugt. Die sich rasant wandelnde Arbeitswelt stelle eine so große Herausforderung dar, "dass sich nicht jeder Mitarbeiter um jedes einzelne Thema kümmern" könne.

Auf Betriebsräte kann nicht verzichtet werden - zum einen, weil sie die Brückenbauer zwischen Mitarbeitern und Management darstellen, zum anderen weil auf ihre Kompetenzen nicht verzichtet werden kann, so Carsten Schermuly.

In einem sehr kleinen Betrieb könnten Unternehmer und Mitarbeiter "direkt über Probleme und Bedürfnisse" sprechen. Dies sei allerdings bei einigen hundert oder mehr Beschäftigten wesentlich schwieriger.

Arbeitnehmervertreter könnten einen wesentlichen Teil zu dem "psychologischen Empowerment" der Belegschaft beitragen. Dieser Begriff stehe für das Erleben von Selbstbestimmung und Einfluss sowie für Bedeutsamkeit und Kompetenz am Arbeitsplatz. Werden diese vier Punkte realisiert, "dann fühlen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter empowert", ist der Berliner Arbeitsexperte Schermuly überzeugt. Und diese seelische Zufriedenheit entscheide gar über das Renteneintrittsalter.

Carsten Schermuly hat beobachtet, dass für viele Arbeitnehmer Betriebsrat oder Gewerkschaft wie ein alter Mann seien, die abends in einer Talkshow mit einem Politiker streiten. Eine sehr verkürzte Wahrnehmung. Daher empfiehlt er den Arbeitnehmervertretern sich mit ihrer Sichtbarkeit bei den Beschäftigten auseinanderzusetzen und zu klären, wie sie eigentlich wahrgenommen würden. Kurz: Marketing in eigener Sache könnte die Zauberformel lauten.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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