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14.01.2020

Mindestlohn im Baugewerbe: Gewerkschaft hat Schlichterspruch akzeptiert, Arbeitgeber-Entscheidung steht noch aus

Die IG BAU hat den ersten Schritt zur Einigung getan und den Schlichterspruch für neue Mindestlöhne auf dem Bau akzeptiert. Nehmen nun auch der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) den Schlichterspruch an? Die Frist läuft bis zum Freitag.

Drei Verhandlungsrunden zu den Branchen-Mindestlöhnen hatten kein Ergebnis gebracht. Erst die gemeinsame Entscheidung von Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bauhandwerk und Bauindustrie für einen Schlichter, lässt eine Einigung in erreichbare Nähe rücken.

Der Schlichter, Professor Dr. Rainer Schlegel, Präsident des Bundessozialgerichts, hat folgende Lohnuntergrenzen für Hilfsarbeiten auf dem Bau vorgeschlagen: Ab April 2020 soll der Mindestlohn 1 bundesweit um 35 Cent angehoben werden. Der Stundenlohn würde dann 12,55 Euro betragen.

Der Mindestlohn 2, das ist die Lohnuntergrenze für Facharbeiter in den alten Bundesländern und in Berlin, soll um 20 Cent die Stunde steigen. Für (Bau-)Facharbeiter in Berlin würde der Mindestlohn dann bei 15,25 Euro liegen und für die Kollegen im Westen bei 15,40 Euro.

Der Schlichter hat in seinem Spruch eine Laufzeit für die neuen, gestiegenen Mindestlöhne bis Ende 2020 vorgeschlagen. "Jetzt sind die Arbeitgeber am Zug, den Weg für eine Anhebung der Lohnuntergrenzen auf dem Bau endgültig freizumachen", so Robert Feiger, Bundesvorsitzender der IG BAU.

Die Gewerkschaft weist darauf hin, dass mehr als 200.000 Bauarbeiter bundesweit von diesen neuen Bau-Mindestlöhnen profitieren würden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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