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07.11.2019

Innovations-Studie: Das Gros der Unternehmen schliddert schlecht vorbereitet in die Zukunft

Weltweit hat die deutsche Wirtschaft einen guten Ruf. Doch ob dies breitflächig so bleibt, kann zumindest nach einer neuen Studie mit einem Fragezeichen versehen werden: Ein Großteil der Betriebe hat es versäumt, sich innovativ auf die Zukunft einzustellen. Das zeigt ein Innovationsatlas von IW Consult, der im Auftrag der Bertelsmann Stiftung erstellt worden ist.

Gut aufgestellt für die Zukunft ist ein Viertel aller Betriebe. Das sind diejenigen, die den sogenannten innovativen Milieus der "Technologieführer" und der "Disruptiven Innovatoren" zugeordnet werden können. Die "Technologieführer" zeichnen sich durch einen hohen Innovationserfolg aus und stehen laut Studie an der Spitze der hiesigen Innovationslandschaft. Die "Disruptiven Innovatoren" werden beschrieben als sehr risikobereit, mit Mut zu radikalen Innovationsprojekten.

Doch in vielen Unternehmen mangelt es an Risikobereitschaft und fehlt eine Innovationskultur. Das sind die 46 Prozent, zu denen die "Passiven Umsetzer", die "Unternehmen ohne Innovationsfokus" und die "Zufälligen Innovatoren gehören": Neuerungen werden von ihnen nicht forciert. Diese drei Gruppen haben den geringsten Innovationserfolg, da es ihnen sowohl an einer klaren Innovationsstrategie als auch an einer strukturierten Innovationsorganisation mangelt.

Das Milieu der sogenannten "Kooperativen Innovatoren" stellt mit 25 Prozent die größte Einzelgruppe. Diese Unternehmen zeichnen sich einerseits durch eine starke Mitarbeiterorientierung und gute interne Vernetzung aus, andererseits sind sie im Bereich Forschung & Entwicklung schwach und die Vernetzung mit der Wissenschaft ist gering.

Die Studie "Innovative Milieus - Die Innovationsfähigkeit deutscher Unternehmen" verdeutlicht, wie eng Innovationsfähigkeit und wirtschaftlicher Erfolg zusammenhängen. Beispielsweise falle die Nettoumsatzrendite, der Anteil des Gewinns am Umsatz, bei den Unternehmen des Milieus "Disruptive Innovatoren" um 33 Prozent höher aus als beim Durchschnitt aller anderen Milieus.

Insgesamt benennt die Studie vier Herausforderungen, denen sich die Wirtschaft stellen muss. Dies sind Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungsdynamik; die digitale Transformation; die Innovationsfähigkeit von KMU sowie das vorhandene Stadt-Land-Gefälle.

Selbstverständlich sei es originäre Aufgabe der Unternehmen, "den notwendigen internen Strukturwandel" anzugehen und die Innovationskultur und Innovationsorganisation zu verbessern. Doch sei die Politik gefordert, diesen erforderlichen Prozess zu begleiten. Denn Deutschland müsse innovativer und produktiver werden.

Insbesondere müsse der Mittelstand stärker in den Blick genommen werden und "die Innovations- und Digitalisierungsbestrebungen der KMU" müssten durch geeignete Maßnahmen angeregt und flankiert werden. Investitionen in die klassische wie in die digitale Infrastruktur "auch kleinerer Städte und des ländlichen Raums" seien erforderlich, damit die Unternehmen im ländlichen Raum nicht den Anschluss verlieren würden.

Das Fazit der Studie lautet: "Wenn der deutsche Mittelstand wieder innovationsfreudiger und innovationsstärker wird und neue Technologien auch im Mittelstand schneller zum Einsatz kommen", sei allen geholfen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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