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08.11.2019

DGB fordert besser bezahlte und qualitativ hochwertigere Ausbildung in "Problembranchen"

Die Entwicklung des Ausbildungs- zum Bewerbermarkt setzt sich fort: Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit gab es zwischen Oktober 2018 und September 2019 erneut mehr betriebliche Ausbildungsstellen als Bewerber. Eine Herausforderung für den Marktausgleich blieben regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Ungleichgewichte. Der DGB kennt noch mehr: Niedriglohn und mangelnde Tarifbindung.

Nötig seien mehr Angebote für Jugendliche mit einem Hauptschulabschluss sowie eine bessere Bezahlung während und nach der Ausbildung, betont Elke Hannack, stellvertretende Vorsitzende des Gewerkschaftsbundes. Darüber hinaus brauche es auch gute Perspektiven im Beruf. Niedriglöhne und mangelnde Tarifbindung würden der dualen Ausbildung hingegen schaden. Als Beispiel führt Hannack an, dass mehr als jede dritte ausgebildete Fachkraft im Osten Deutschlands weniger als 2.000 Euro brutto im Monat verdient. Unter diesen Voraussetzungen werde die Ausbildung unattraktiv.

Eine mangelnde Qualität der Ausbildung sieht Hannack unter anderem im Frisör- und dem Lebensmittelhandwerk sowie in der Gastronomie und Hotellerie: Ausbildungsplätze blieben vor allem in "Problembranchen" wie diesen unbesetzt, in denen "Azubis seit Jahren über einen rüden Umgangston und mangelnde Qualität der Ausbildung klagen". Hier müsse endlich ein Umdenken einsetzen.

Die Novelle des Berufsbildungsgesetzes setze dafür wichtige Akzente - etwa mit der Mindestausbildungsvergütung, der besseren Freistellung für die Berufsschule und der erweiterten Lernmittelfreiheit für Azubis. "Jetzt sind die Betriebe am Zug", so Hannack abschließend.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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