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05.06.2019

Neuer Arbeitgeberverband in der Pflege setzt sich für verbindlichen Tarifvertrag ein

Mehrere Pflegeanbieter und -verbände haben sich auf die Gründung eines bundesweit zuständigen Arbeitgeberverbandes geeinigt. Ein Ziel ist es, einen für die gesamte Branche verbindlichen Tarifvertrag abzuschließen. Die Gewerkschaft ver.di begrüßte die Ankündigung und bezeichnete den neuen Verband als Verhandlungspartner, der ihr bisher noch für den bundesweiten Tarifvertrag gefehlt hat.

Das Kind soll auf den Namen "Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche" (BVAP) getauft werden, berichtet der Arbeiter-Samariter-Bund. Mit ihm soll die Grundlage geschaffen werden, um Verhandlungen mit den für die Pflegebeschäftigten zuständigen Gewerkschaften zu führen. Ziel ist es, die Abschlüsse durch das Bundesarbeitsministerium für allgemeinverbindlich erklären zu lassen. Die Gründungsversammlung soll in diesem Monat stattfinden.

"Mit dem neuen Arbeitgeberverband BVAP kann nun endlich das wichtige Tarifobjekt in Angriff genommen werden", freut sich Sylvia Bühler, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand. Auch Arbeitgeber, die sich bisher Tarifverhandlungen verweigerten, seien dann verpflichtet, faire Löhne zu zahlen. Sie forderte Arbeitgeber auf, dem BVAP beizutreten. Alle Akteure in der Altenpflege müssten ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden und dazu beitragen, damit die Arbeitsbedingungen in der Altenpflege attraktiver werden.

"Ein bundesweit geltender Tarifvertrag mit rechtlich verbindlichen Mindestbedingungen hilft nicht nur den Beschäftigten, sondern auch den Arbeitgebern", so Bühler weiter. Mit guten Arbeitsbedingungen und einer angemessenen Bezahlung könnten erfahrene Fachkräfte gehalten und neue gewonnen werden. Zudem würden viele, die "in Teilzeittätigkeiten geflüchtet" seien, wieder aufstocken. Ihre Gewerkschaft sei startklar und könne "jederzeit" mit Tarifverhandlungen beginnen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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