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07.06.2019

WHO spezifiziert Einordnung von Burn-out als Syndrom, nicht als Krankheit

Lange wurde Burn-out von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lediglich als Zustandsbild bewertet. Von 2022 an wird es als berufliches Phänomen definiert, das aufgrund von Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich verarbeitet werden kann, entsteht. Entgegen anderslautender Berichte einiger Medien wird er aber weiterhin nicht als Krankheit eingestuft.

Wie die WHO berichtet, wird Burn-out mit der 11. Revision der Internationalen Klassifikation von Krankheiten (ICD-11) als Berufsphänomen bezeichnet. Er zählt damit zu den Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und dazu führen können, dass Menschen Gesundheitsdienste in Anspruch nehmen. Gleichwohl gilt er selbst jedoch nach wie vor nicht als Gesundheitszustand oder Krankheit.

Laut der WHO-Definition ist der Burn-out ein Syndrom als Folge von chronischem Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich bewältigt wurde. Er ist von drei Faktoren gekennzeichnet: Gefühlen von Energieverlust oder Erschöpfung, einer verminderten Leistungsfähigkeit sowie einer mentalen Distanz zum Arbeitsplatz oder Gefühlen von Negativismus oder Zynismus in Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz.

Daher heben die Gesundheitsexperten auch hervor, dass der Begriff Burn-out lediglich zur Beschreibung von Phänomenen im beruflichen Kontext verwendet werden sollte. Für Beschreibungen von Erfahrungen in anderen Lebensbereichen eigne er sich weniger. In der derzeit gültigen Klassifikation von Krankheiten (ICD-10) ist der Burn-out bereits enthalten, doch war die Definition noch nicht so detailliert. Die ICD-11 soll im Januar 2022 in Kraft treten.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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