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31.05.2019

Betriebliche Mitbestimmung muss weiter um Anerkennung kämpfen

Die betriebliche Mitbestimmung ist in den vergangenen 25 Jahren erodiert. Neueste Zahlen machen zwar ein wenig Hoffnung: Ihre Reichweite hat jüngst wieder leicht zugenommen. Ob dies jedoch eine grundsätzliche Trendwende einläutet, ist fraglich. Zudem bestehen große Unterschiede zwischen einzelnen Branchen. Das zeigt ein Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Ungeachtet der möglichen Interpretationen der Zahlen arbeite mittlerweile nur noch eine Minderheit der Beschäftigten, insbesondere in Ostdeutschland, in Betrieben mit Betriebsrat, schreibt Autor Peter Ellguth. Basierend auf Daten des IAB-Betriebspanels, mit dem seit 1993 jährlich Informationen zur Existenz eines Betriebsrats erhoben werden, habe bis Mitte der 2010er-Jahre ein "schleichender Erosionsprozess" stattgefunden.

Der Anteil der Betriebe mit mindestens fünf Beschäftigten und Betriebsrat stagniere bei lediglich rund neun Prozent. Vor allem in kleinen und mittleren Betrieben gehe die Bedeutung von Betriebsräten stark zurück. Die Zahl der Beschäftigten, die von einer betrieblichen Mitbestimmung profitieren, sei 2018 zwar leicht gestiegen. So seien 42 Prozent der westdeutschen und 35 Prozent der ostdeutschen Beschäftigten in Betrieben mit Betriebsrat tätig. Ob sich hier aber eine Trendwende ankündigt, müsse erst die weitere Entwicklung zeigen.

Unterschiede zeigen sich unter anderem bei der Betrachtung einzelner Branchen. So weist der Bereich Energie- und Wasserversorgung, Abfallwirtschaft und Bergbau die größte quantitative Reichweite der betrieblichen Mitbestimmung auf. Ähnlich sieht es bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen und im verarbeitenden Gewerbe aus. Am anderen Ende der Tabelle stehen vor allem kleinbetrieblich strukturierte Branchen wie der sonstige Dienstleistungsbereich inklusive Gastgewerbe und die Bauwirtschaft.

Es stelle sich die Frage, inwieweit die Entwicklung strukturellen Veränderungen der Betriebslandschaft geschuldet ist, schließt Ellguth. Bisherige Untersuchungen hätten aber gezeigt, dass der Rückgang nur zu einem kleinen Teil durch solche Veränderungen erklärbar ist.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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