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29.05.2019

Tarifvertrag der SOKA-Bau ist allgemeinverbindlich: Gilt für alle Arbeitgeber - ob tarifgebunden oder nicht

Der neue Tarifvertrag über das Sozialkassenverfahren im Baugewerbe (VTV) ist zum 1. Januar 2019 in Kraft getreten. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat diesen Tarifvertrag jetzt für allgemeinverbindlich erklärt. Im Klartext bedeutet das: Alle Arbeitgeber aus dem Bauhauptgewerbe müssen in diese Sozialkasse einzahlen und das rückwirkend zum Januar - unabhängig davon, ob sie tarifgebunden sind oder nicht.

Die SOKA-Bau ist eine Organisation des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes, des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, erklärt die DeutscheHandswerksZeitung (DHZ). Ihre Leistungen umfassen Versicherungs- und Vorsorgeleistungen. Beispielsweise sollen Arbeitnehmer auch bei kurzer Beschäftigungsdauer nicht auf Urlaubsansprüche verzichten müssen. Daher werden bei der Sozialkasse Arbeitnehmerkonten für Urlaubsansprüche geführt. Der Urlaubsanspruch ist dann abhängig "von der Beschäftigungszeit in der gesamten Branche", erklärt die DHZ. Ebenfalls werden Ausfallzeiten mit Hilfe der SOKA-Bau überbrückt.

Die Organisation beteiligt sich zudem an der Finanzierung der Berufsausbildung im Baugewerbe. Sie übernimmt im ersten Ausbildungsjahr insgesamt für 10 Monate die Ausbildungsvergütung, im zweiten Jahr trägt sie die Vergütung für sechs Monate und im dritten Jahr noch für einen Monat.

Wichtig für alle Arbeitnehmer ist vor allem auch die so genannte Tarifrente Bau. Das ist eine zusätzliche überbetriebliche Altersversorgung, die wie die anderen Leistungen ebenfalls ausschließlich mit Pflichtbeiträgen der Arbeitgeber finanziert werden. Außerdem können Arbeitnehmer und Arbeitgeber freiwillige Zahlungen in eine Zusatzversorgungskasse leisten.

Mit dem neuen Tarifvertrag hat sich der Beitrag zur Sozialkasse geändert: Er beträgt im laufenden Jahr 15,4 Prozent für den Urlaubsanspruch der Beschäftigten, 2,4 Prozent für die Berufsbildung und 3 Prozent (1 %) für die Zusatzversorgung Rente im Westen (im Osten).

Die SOKA-Bau versteht sich als Partner der Bauwirtschaft und hat eine lange Tradition in Deutschland. Gegründet wurde sie 1949 als Urlaubskasse und Lohnausgleichskasse für die Baubranche, um Beschäftigungspausen und regelmäßige Arbeitsausfälle in den Wintermonaten zu überbrücken. Seit dem Zusammenschluss mit der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes tritt diese Sozialkasse als SOKA-Bau auf.

Umfassende Informationen über die SOKA-Bau können auf Mausklick hier in der DHZ gelesen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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