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22.05.2019

KI und Big Data können Fluch und Segen für Gesundheitsschutz sein

Künstliche Intelligenz (KI) und Big Data werden die Arbeitswelt und damit auch den Arbeitsschutz verändern. Nur wie, das ist im Detail noch nicht absehbar. Zwei neue Veröffentlichungen der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) zeigen die Chancen und Risiken der neuen Technologien auf - und wie mit diesen umzugehen ist.

Die erste der beiden in englischer Sprache verfassten Publikationen widmet sich einer eher spezifischen Frage: Arbeitsaufsichtsbehörden stehen gemeinhin vor dem Problem, diejenigen Unternehmen und Organisationen für Gesundheits- und Sicherheitsinspektionen auszuwählen, die ein besonders hohes Risiko für Verstöße aufweisen. Gleichzeitig verfügen sie aus ihrer bisherigen Arbeit über eine große Datenbasis, deren Auswertung helfen könnte, Hochrisikounternehmen zu identifizieren.

Vorgestellt wird unter anderem ein Tool, das in Norwegen entwickelt und eingesetzt wird. Es nutzte Machine Learning-Algorithmen, um alle rund 230.000 Unternehmen des Landes in eine von vier Risikogruppen einzuteilen. Es lernt mit jeder weiteren Inspektion hinzu und liegt mit seinen Voraussagen meist richtig. Insgesamt kommt der Autor aber zu dem Schluss, dass bei diesem sogenannten risikobasierten Targeting eine Kombination aus künstlicher und menschlicher Intelligenz die beste Lösung ist.

Der zweite Beitrag befasst sich mit der Rolle, die die beiden Technologien KI und Big Data künftig an den Arbeitsplätzen haben werden - und kommt zu demselben Ergebnis: Die Mischung macht's. Da KI am Arbeitsplatz relativ neu sei, ließen sich Risiken und Nutzen für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz bei der Arbeit bisher nur erahnen.

Einige mögliche werden vorgestellt: Bei Personalentscheidungen könnten Bewerber durch die Algorithmen ungleich behandelt oder diskriminiert werden. In den Produktionshallen könnte es zu Kollisionen zwischen Robotern und Menschen kommen. Auch könnte die Privatsphäre der Beschäftigten leiden, wenn das Management mittels tragbarer Technologien auf persönliche oder gar intime Daten der Arbeitnehmer zugreifen kann. Empfohlen wird, sich vor allem auf assistierende und kollaborative Anwendungsmöglichkeiten zu konzentrieren.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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