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17.05.2019

Studie: Homeoffice hilft Müttern, den Anschluss ans Arbeitsleben zu halten

Das Homeoffice scheint ein wirksamer Weg zu sein, die Karriere von Müttern zu fördern. Das deutet zumindest eine Studie des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) an. So nimmt die vertragliche Arbeitszeit bei ihnen im Schnitt um 3,5 Stunden pro Woche zu, wenn sie von zu Hause aus arbeiten können. Damit einher geht ein um 16 Prozent höherer Verdienst.

Grundlage der Studie sind Daten der repräsentativen Langzeitbefragung Sozio-Oekonomisches Panel. Im Beobachtungszeitraum zwischen 1984 und 2014 überstieg der Anteil der im Homeoffice arbeitenden Frauen den der Männer, was vor allem auf Mütter zurückzugehen scheint.

Die Forscher fanden heraus, dass Beschäftigte, die von Zuhause aus arbeiten, im Durchschnitt älter sind, häufiger einen Universitätsabschluss haben und eher für große Unternehmen tätig sind. Insbesondere für Frauen, die im Homeoffice arbeiten, gilt, dass sie häufiger Kinder haben. Zudem steigen die Stundenlöhne aufgrund der Möglichkeit des Homeoffice um durchschnittlich zwölf Prozent bei Müttern und sieben Prozent bei Vätern.

"Allerdings erhalten ausschließlich diejenigen im Homeoffice arbeitenden Mütter einen höheren Stundenlohn, die zuvor den Arbeitgeber gewechselt haben", heißt es beim ZEW weiter. Eine Erklärung könnte sein, dass es für Frauen schwieriger ist als für Männer, den Stundenlohn neu zu verhandeln, wenn sie beim gleichen Arbeitgeber bleiben.

"Insgesamt scheint die Arbeit im Homeoffice Müttern dabei zu helfen, den Anschluss an den Arbeitsmarkt nicht zu verlieren", fasst Dr. Melanie Arntz vom ZEW die Ergebnisse zusammen. Das trage dazu bei, die Lücke bei der Arbeitszeit und beim Verdienst zwischen Müttern und Vätern zu verringern. Arntz plädiert allerdings auch dafür, die Ausweitung des Homeoffice mit Maßnahmen wie zum Beispiel dem Entgelttransparenzgesetz zu begleiten. Das erleichtere es Frauen, Lohnansprüche gegenüber ihren Arbeitgebern geltend zu machen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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