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16.04.2019

Berufsbildungsbericht und Datenreport 2019: Moderne berufliche Bildung als Starter ins Berufsleben gut nachgefragt

Der Markt der dualen Berufsausbildung präsentierte sich im vergangenen Jahr mit viel Licht für die ausbildungswilligen Mädchen und Jungen. Doch zeigten sich einige graue Wolken über den Betrieben, die ihre offenen Ausbildungsstellen nicht besetzen konnten. Darüber informiert der Datenreport 2019 des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zum Berufsbildungsbericht 2019.

Die duale Berufsausbildung ist attraktiv: Gegenüber dem Vorjahr entschieden sich 8.100 jungen Menschen mehr als im Vorjahr für diesen Weg in den Beruf. Insgesamt wurden 531.400 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das ist ein Plus von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2017: 523.300).

Wie gut für die Nachwuchskräfte die Lage am Ausbildungsmarkt ist, zeigt die Angebots-Nachfrage-Relation, die laut Berufsbildungsbericht bei 106 liegt. Demnach kommen rein rechnerisch 106 Ausbildungsplätze auf 100 Ausbildungsinteressierte.

Insgesamt standen weitere 57.700 Ausbildungsplätze bereit, die nicht besetzt werden konnten. Das waren rund 15,5 Prozent unbesetzte Ausbildungsstellen mehr als im Jahr zuvor (2017: 49.000). Minimal verringert hat sich der Anteil an Bewerberinnen und Bewerber, die noch nach dem Start des Ausbildungsjahres auf der Suche nach einer passenden Ausbildung waren: Im Jahr 2017 lag dieser Anteil bei 13,3 Prozent, letztes Jahr bei 12,9 Prozent.

Eine weitere Säule der Berufsausbildung hierzulande ist die, die an Berufsfachschulen, Schulen des Gesundheitswesens und Fachschulen erfolgt - Tendenz steigend, insbesondere in den so genannten GES-Berufen. GES steht für Berufe im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen. Nach einer Analyse des BIBB hat sich im Zeitraum von 2005 bis 2018 die Zahl der Anfängerinnen und Anfänger in diesen Berufen um 25,2 Prozent erhöht. Im Schuljahr 2017/2018 starteten insgesamt 178.800 Neulinge in diese Berufe. Das ist ein Plus von 2,1 Prozent.

Auffallend ist nach wie vor eine hohe Vertragslösungsquote: Laut Bundesbildungsbericht stagniert sie mit einem Wert von 25,7 Prozent auf einem "signifikanten Niveau". Allerdings verweist der Bericht auch darauf, dass Vertragslösungen nicht zwingend einen Abbruch der Ausbildung bedeuten. Häufig werde die Ausbildung in einem anderen Betrieb oder einem anderen Ausbildungsberuf fortgeführt.

Das BIBB stellt den Datenreport 2019 mit dem Schwerpunktthema Berufsbildung 4.0 als Vorabversion auf seiner Webseite zum Download zur Verfügung.

Der Berufsbildungsbericht 2019 kann über die Webseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) heruntergeladen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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