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10.04.2019

Öffentlicher Dienst: Zu wenig Personal, zu wenig attraktiv

McKinsey berichtet von einem "dramatischen Fachkräftemangel" im öffentlichen Sektor: Bis zum Jahr 2030 gehe mehr als jeder dritte Beschäftigte in Rente. Die daraus resultierende Personallücke von 730.000 Mitarbeitern bei gleichzeitigem Mangel an Nachwuchs führe dazu, dass die Handlungsfähigkeit der Behörden bedroht sei. Unerfüllte Gehaltswünsche und zu wenig Aufstiegsmöglichkeiten tun ihr Übriges.

Für die Studie wurden 165 Führungskräfte des öffentlichen Dienstes befragt sowie aktuelle Personalstatistiken aus Bund und Ländern ausgewertet. Danach arbeiten derzeit etwa 4,7 Millionen Menschen im öffentlichen Dienst. 1,8 Millionen davon gehen in den kommenden zwölf Jahren in Rente beziehungsweise Pension. Dem stehen jedoch nur etwa 1,3 Millionen Nachrücker gegenüber. Gleichzeitig beziffere der dbb Beamtenbund und Tarifunion die aktuelle Personallücke bereits auf 185.000 Stellen.

Es mangelt nicht nur am fehlenden Nachwuchs. Wie die Führungskräfte-Umfrage zeigt, lässt auch die Attraktivität der Angebote zu wünschen übrig. So räumte jeder dritte Befragte ein, dass mittlerweile fast 50 Prozent der Bewerber, die ein Vertragsangebot von ihnen erhalten, dieses ablehne. Dass die besten Studierenden eines Jahrgangs nur selten oder nie in ihrer Behörde anfangen, bejahten 77 Prozent.

59 Prozent nannten unerfüllte Gehaltswünsche als Grund, warum sie Bewerber an die Privatwirtschaft verlieren. 52 Prozent führten den Mangel an Aufstiegsmöglichkeiten an, während 35 Prozent glaubten, dass es an inspirierenden Führungskräften fehle.

Um die Situation zu verbessern, empfehlen die Berater den öffentlichen Arbeitgebern unter anderem ein "überzeugendes Wertversprechen, das den Nutzen für die Allgemeinheit in den Mittelpunkt stellt". Darüber hinaus raten sie zu transparenteren und attraktiveren Karrierepfaden für Leistungsträger sowie attraktiven Weiterbildungsmodellen. Das gegenseitige Entsenden von Nachwuchsführungskräften zwischen Privatwirtschaft und öffentlichem Sektor sei eine weitere Option.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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