Nachrichten für Betriebsräte!

(c) photocrew / fotoliaUm mit dem Arbeitgeber auf Augenhöhe zu bleiben, gilt es für Betriebsräte, aktuelle Entwicklungen im Arbeitsrecht, Arbeits- & Gesundheitsschutz und in anderen Bereichen zu verfolgen. BetriebsratsPraxis24.de bietet Euch/Ihnen daher täglich kostenlose und praxisnahe Nachrichten aus diesen Bereichen. So wird keine rechtliche Neuerung mehr verpasst und die Mitbestimmung im Betrieb bzw. Unternehmen erleichtert! Weitere Vorteile finden sich hier.

Aktuell, verlässlich, informativ: Unser kostenloser Newsletter informiert regelmäßig über aktuelle Entwicklungen. Also: Am besten gleich anmelden.

Photo: "Newsletter" / © photocrew (fotolia)


09.04.2019

Azubis aufgepasst: Das gilt für Arbeitszeiten und Überstunden

Darf der Chef die Auszubildenden im Betrieb bitten, mal eben eine Stunde länger zu arbeiten? Die korrekte Antwort auf diese Frage hängt vom Alter des Azubis ab und findet sich in den Gesetzen: für die unter 18-jährigen Azubis im Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) und für volljährige Azubis im Arbeitszeitgesetz (ArbZG).

Daneben existiert allerdings auch eine Reglung, die für alle Auszubildenden gilt: Überstunden müssen vor allem eine Ausnahme bleiben, sie dürfen "weder vorgesehen noch eingeplant" sein, wie es in der Deutschen Handwerkszeitung (DHZ) heißt. Die in den Vertragswerken vorgesehene Arbeitszeit sollte im Normalfall ausreichen, damit die Nachwuchskräfte die Aufgaben erfüllen können, die ihnen zugeteilt werden.

Das JArbSchG limitiert die Arbeitszeit der Azubis auf acht Stunden am Tag und 40 Stunden wöchentlich. Doch muss die Arbeitszeit nicht gleichmäßig über die Woche verteilt werden. Ein Beispiel: Wird die Arbeitszeit beispielsweise an zwei Tagen in der Woche um 30 Minuten verkürzt, kann an den anderen Tagen jeweils 20 Minuten länger gearbeitet werden.

Volljährige Auszubildende können in Ausnahmefällen bis zu zehn Stunden pro Tag arbeiten. Der Gesetzgeber verlangt dann freilich, dass "innerhalb von sechs Kalendermonaten bzw. 24 Wochen" dennoch im Durchschnitt nicht mehr als acht Stunden je Werktag gearbeitet wird. Auch dürfen die Überstunden nur an einzelnen Tagen anfallen und der Ausgleich muss in Form kürzerer Arbeitszeit an anderen Tagen erfolgen.

Sind sich Azubis über die Gesetzeslage im Unklaren, dann sollte der jeweilige Ausbilder der erste Ansprechpartner sein. Die Deutsche Handwerkszeitung (DHZ) verweist zudem Ratsuchende auf die Ausbildungsberater bei den Handwerkskammern

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

AGB | Datenschutz | Impressum | Leistungsschutzrecht | Copyright © 2019 Wolters Kluwer Deutschland GmbH


Luchterhand Fachverlag Logo
UAN_nv_1409
/fachwissen/