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03.04.2019

Oberstufenschüler im Fokus: Studium oder berufliche Ausbildung nach dem Abitur?

Von den Schulabgängern mit einer Hochschulzugangsberechtigung entscheidet sich ein sehr knappes Drittel gegen ein Studium und für eine berufliche Ausbildung. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) wollte wissen, warum das so ist und hat Faktoren identifiziert, die Schülerinnen und Schüler dazu bewegen, für oder gegen eine Berufsausbildung zu votieren.

Sicher ist: Ein ganzes Bündel an Kriterien entscheidet darüber, ob Mädchen und Jungen mit Abitur nach der Schule studieren oder eine berufliche Ausbildung wählen. Dazu gehören für das BiBB die jeweils eigenen Interessen und Erwartungen an die eigenen Fähigkeiten wie die Erwartungen des sozialen Umfelds - insbesondere der Eltern, aber auch Kosten- und Nutzenerwartungen.

Das BiBB analysierte Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS). Danach gaben 16 Prozent der befragten Oberstufenschüler an, in eine Ausbildung gehen zu wollen, 84 Prozent wollten studieren. Etwas mehr Mädchen als Jungen wollten studieren. Bei den Jugendlichen, die sich direkt in Richtung Beruf orientierten, lag der Anteil mit Migrationshintergrund bei 16 Prozent. Bei den Studierwilligen kamen die Jungen und Mädchen mit Migrationshintergrund auf rund ein Fünftel (21 %). Im Jahr 2016 lag der Anteil der Abiturientinnen und Abiturienten in der beruflichen Ausbildung tatsächlich bei knapp 29 Prozent.

Die Untersuchung hat gezeigt, dass "ein hohes Interesse an praktisch-technischen Tätigkeiten" das Interesse an einer beruflichen Ausbildung erhöht. Gute Noten und - nach eigener Einschätzung - eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit vergrößern dagegen das Interesse an einem Studium. Auch steigt die Ausbildungswahrscheinlichkeit, wenn der anvisierte Beruf ein mindestens gleiches, besser noch höheres, Niveau verspricht als die Berufe der Eltern.

Das Fazit des BiBB aus der Datenanalyse lautet: Die Eltern üben kurz vor dem Übertritt in Ausbildung oder Beruf einen großen Einfluss aus. Dies könnte aus Sicht des Instituts als Anregung dienen, mit Schülern in Berufsorientierungsmaßnahmen "neben den eigenen Interessen und Zielen auch immer soziale Beeinflussungsprozesse zu reflektieren, um sie ... bewusst zu machen und ... zu bedenken".

Mehr Abiturienten in spe könnten für eine Berufsausbildung interessiert werden, wenn umfassend über die Attraktivität der Bildungsoption Ausbildung informiert werden würde - Karriereperspektiven und Aufstiegsfortbildungen inklusive, schreibt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) in seiner Veröffentlichung.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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