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05.04.2019

IG Metall will Kurzarbeitergeld für Transformations-Umschüler

Die IG Metall fordert angesichts der tiefgreifenden Veränderungen in der Arbeitswelt eine Qualifikationsoffensive der Arbeitgeber sowie ein Transformations-Kurzarbeitergeld. Es soll der Absicherung der Beschäftigten im Strukturwandel zur digitalen Arbeitswelt dienen. Die Auswirkungen von Digitalisierung, Energie- und Verkehrswende können jedoch je nach Gewerk sehr unterschiedlich sein.

"Im Kfz-Handwerk ist eher mit einem Rückgang der Beschäftigung zu rechnen, im Elektrohandwerk eher mit einer Zunahme - sofern die Qualifikationen stimmen", sagt Ralf Kutzner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall. Diese seien der Schlüssel, um die Transformation zu bewältigen. Er forderte die Arbeitgeber daher auf, die Kompetenzen der Beschäftigten zu sichern und weiterzuentwickeln: "Dazu ist eine Qualifikationsoffensive erforderlich."

Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft die Einführung eines Transformations-Kurzarbeitergeldes. Es soll Kurzarbeitsgeldzahlungen ermöglichen, soweit für die Beschäftigten Weiterbeschäftigung möglich ist. Es soll bis zu 36 Monate an Umschüler gezahlt und von den Unternehmen sowie der Bundesagentur für Arbeit finanziert werden. Die Beschäftigten müssten im Gegenzug einen Teil ihres bisherigen Gehalts als Eigenanteil aufbringen. Die Idee dahinter ist laut Kutzner, dass sich die Beschäftigten für neue Aufgaben qualifizieren und dem Betrieb erhalten bleiben, sollte dieser in eine schwierige Lage geraten.

Insgesamt fordert Kutzner einen neuen Ordnungsrahmen für die Branche: "Sozialpartnerschaft verpflichtet zur gemeinsamen Gestaltung von Sozial-, Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen. Hier wollen viele Arbeitgeberverbände im Handwerk offenbar nicht mehr mitmachen." Die "ruinöse Konkurrenz" unter den Handwerkern müsse eingedämmt und die Tarifbindung gestärkt werden. Davon profitierten alle Betriebe, da damit die Attraktivität von Handwerksberufen steige.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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