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28.03.2019

BFH: Berufsbegleitende Weiterbildung bei voller Erwerbstätigkeit rechtfertigt keinen Anspruch auf Kindergeld

Für Kinder, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, kann ein Anspruch auf Kindergeld bestehen. Das gilt allerdings nicht, wenn ein volljähriges Kind wöchentlich mehr als zwanzig Stunden berufstätig ist und sich berufsbegleitend weiterbildet. So hat der Bundesfinanzhof entschieden (Az.: III R 26/18).

Geklagt hatte die Mutter einer 22 Jahre alten Tochter. Die junge Frau hatte im September 2015 ihr duales Bachelorstudium erfolgreich abgeschlossen. Im Oktober 2015 begann sie ein Vollzeitarbeitsverhältnis in dem Betrieb, in dem sie ihre praktische Ausbildung neben dem Studium im Fach Betriebswirtschaftslehre absolviert hatte.

Berufsbegleitend startete die Tochter einen Masterstudiengang. Die Veranstaltungen fanden abends und an Samstagen statt. Die Mutter beantragte Kindergeld, doch die Familienkasse lehnte ab. Begründet wurde das Nein damit, dass bereits eine Erstausbildung abgeschlossen sei. Außerdem sei die Erwerbstätigkeit so umfassend, dass die keinen Anspruch auf Kindergeld rechtfertige.

Vor dem Finanzgericht wurde die Mutter mit ihrem Antrag auf weitere Zahlung des Kindergelds bestätigt. Doch die Finanzkasse ging in Revision vor den Bundesfinanzhof. Dieser hielt die Ablehnung der Finanzkasse für begründet. Schließlich bestehe Anspruch auf Kindergeld nach dem Abschluss einer Erstausbildung dann nicht, wenn das volljährige Kind eine regelmäßige Arbeit ausübt, die wöchentlich mehr als zwanzig Stunden übersteigt.

Auf Mausklick kann das Urteil des Bundesfinanzhofs hier gelesen werden.

Urteil des Bundesfinanzhofs vom 11.12.2018 (Az.: III R 26/18).

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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