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26.03.2019

Derzeit noch ein frommer Wunsch: Geschlechterparität in Vorständen und Aufsichtsräten

Schneckentempo bestimmt hierzulande die Geschwindigkeit auf dem Weg zu einem ausgeglichenen Geschlechterverhältnis in börsennotierten Unternehmen. Das bestätigt der Gender Diversity Index 2018 der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) und der Technischen Universität München (TUM).

Bleibt es bei der aktuellen Gemächlichkeit, mit der sich der Anteil der Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen erhöht, dann dauert es knapp neun Jahre, bis die Geschlechterparität in den Kontrollgremien der Wirtschaftslenker erreicht ist. Deutlich länger wird es - bei unveränderter Geschwindigkeit - in den Vorständen der deutschen Konzerne dauern, nämlich vierzig Jahre.

Von den Unternehmen Im Deutschen Aktienindex (DAX) erreicht der Konsumgüterhersteller Henkel bei der Geschlechtervielfalt Platz 4, die Lufthansa kommt auf Platz 7, der Chemiekonzern Merck auf Platz 8 und die Deutsche Börse nimmt Platz 9 ein. Die ersten Ränge im Gender Diversity Index besetzen die nicht im DAX vertretenen Unternehmen Aareal Bank, Telefónica und der Finanzdienstleister Grenke.

Durch völlige Abwesenheit von Frauen sowohl im Aufsichtsrat wie auch im Vorstand, machen der Dienstleister Delivery Hero, der Software-Anbieter Nemetschek und der Internet-Provider United Internet auf sich aufmerksam.

Über alle analysierten Unternehmen hinweg besetzen Frauen 31 Prozent der Aufsichtsratssitze, im Jahr 2017 lag dieser Anteil bei 29 Prozent. In den Vorständen werden gerade einmal 7 Prozent Frauen gezählt (2017: 6 %). Nach der Studie liegt der Frauenanteil bei den DAX-30-Unternehmen geringfügig über dem Durchschnitt: 34 Prozent Frauen (2017: 31 %) sind es in den Aufsichtsräten und in den Vorständen sind es - zum Vorjahr unveränderte -11 Prozent.

Für BCG-Partnerin und Studienautorin Nicole Voigt zeigt freilich "die Frauenquote in Aufsichtsräten Wirkung". Für sie ist naheliegend, "dass eine Quote wahrscheinlich auch in Vorständen" für einen höheren Frauenanteil sorgen könnte.

Von einer Einkommensparität sind die deutschen Konzerne übrigens auch noch weit entfernt. Aktuell kommen die Frauen in den Vorständen auf 79 Prozent der Gehälter der männlichen Kollegen. Erfreulich ist der Zuwachs von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Aufsichtsrätinnen verdienen unverändert zum Vorjahr ein Fünftel weniger als die Männer.

Mehr über die Studie Diversity Champions: BCG Gender Diversity Index 2018" kann im Internet gelesen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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