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21.03.2019

Studie: Weiterbildung in der digitalen Arbeitswelt

Weiterbildung ist so wichtig wie noch nie und wird noch wichtiger werden. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern die Arbeitswelt von Grund auf: Nicht über Nacht, aber schneller als es sich Beschäftigte, Gewerkschaften und Arbeitgeber vermutlich wünschen. Wissend um die Herausforderungen des Marktes setzt ein großer Teil der Unternehmen auf Mitarbeiter, die bereit sind, sich digitale Kompetenzen anzueignen.

Lebenslanges Lernen wird immer mehr eine Selbstverständlichkeit. Davon sind 99 Prozent der Unternehmen nach einer Studie des Digitalverbands Bitkom und des TÜV-Verbands überzeugt. Bereits 43 Prozent der befragten Unternehmen haben eine hausinterne Weiterbildungsstrategie für das Vermitteln von Digitalkompetenz. Wer als Arbeitnehmer nicht willens ist, zu lernen oder als Betrieb nicht bereit ist, seine Mitarbeiter weiterzubilden, könnte rasch ins Hintertreffen geraten.

Die Unternehmen reagieren auf die neuen Anforderungen: 54 Prozent haben sich vorgenommen, die Weiterbildungsinvestitionen zu erhöhen. Zur Zeit der Befragung kam jeder Beschäftigte auf durchschnittlich 2,3 Weiterbildungstage pro Jahr. Die Ausgaben je Weiterbildung beliefen sich auf 709 Euro.

Knapp ein Fünftel (18 %) der Unternehmen geht davon aus, dass künftig die wichtigste Fähigkeit von Arbeitnehmern die digitale Kompetenz sein wird - in allen Branchen, in allen Fachgebieten und in allen Beschäftigtengruppen. Entsprechend sollten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine digitale Weiterbildung einfordern, heißt es in der Studie. 44 Prozent der Betriebe können sich vorstellen, ein Recht auf Weiterbildung einzuführen. 37 Prozent der Unternehmen votieren sogar dafür, Weiterbildung verpflichtend vorzuschreiben.

Damit der Umbau von der analogen in die digitale Arbeitswelt zügig vonstatten gehen kann, appellieren die Autoren an die Unternehmen genauso wie an die Politik, aktiv den digitalen Wandel zu forcieren. Unternehmen sollten beispielsweise eine Weiterbildungsstrategie etablieren, die Weiterbildung zur Chefsache zu machen und den Beschäftigten individuelle Lernangebote machen - E-Learning macht es möglich.

An die politischen Entscheider geht die Empfehlung, Weiterbildungsmaßnahmen von Unternehmen "stärker steuerlich" zu fördern. So könne der Arbeitgeberzuschuss für Weiterbildungen beispielsweise steuerfrei gestellt werden. Der Branchenverband Bitkom und der TÜV-Verband schlagen in der Studie "Weiterbildung für die digitale Arbeitswelt" generell vor, für Unternehmen Anreize zu setzen, um in die Weiterbildung zu investieren. Zudem sollten in den Ländern Kompetenzzentren für Arbeit 4.0 und digitale Weiterbildung eingerichtet werden, um es den Betrieben zu erleichtern, geeignete Weiterbildungsangebote zu finden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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