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14.03.2019

Das Bewerbungsanschreiben: Gestern noch ein Muss, bald schon nicht mehr zeitgemäß?

Landet das klassische Bewerbungsanschreiben demnächst in der Mottenkiste der Geschichte? Einiges deutet darauf hin: Vorreiter von vereinfachten Bewerbungen sind die Deutsche Bahn, der Versandhändler Otto und viele Handwerksbetriebe - zumindest für Auszubildende.

Für die meisten ist er - noch - undenkbar, ein Bewerbungsprozess ohne Bewerbungsanschreiben. Doch Not macht erfinderisch, wie der Volksmund weiß. Wenn offene Stellen nur mit Mühe besetzt werden können, werden alte Traditionen von den Arbeitgebern hinterfragt und durchaus auch abgeschafft. Mit Erfolg - heißt es aus den Unternehmen, die keine Bewerbungsanschreiben mehr fordern.

Seit die Deutsche Bahn im Herbst letzten Jahres bei künftigen Azubis und bei Bewerbern für Studienplätze auf das Anschreiben verzichtet, habe sich der Zulauf von Bewerbungen um stolze 10 Prozent erhöht, berichtet die DeutscheHandwerksZeitung (DHZ).

Personalvorstand Martin Seiler erklärt die Intention der deutschen Bahn, die für dieses Modell Pate gestanden hat: "Das Anschreiben ist nicht nur für die Bewerber manchmal mühsam, sondern auch für uns in der Regel wenig aussagefähig". Auch wisse man nicht, wer bei den Formulierungen Pate gestanden habe.

Bereits seit 2016 verzichtet das Versandhaus Otto auf Anschreibungen bei Bewerbungen, sondern stellt den interessierten Mitarbeitern in spe zwei Motivationsfragen online. Aus diesen Antworten könnten die Personaler "mehr Schlüsse ziehen" als aus Anschreiben, betont Personaldirektorin Sabine Josch.

Handwerksbetriebe gehören mit zu den Vorreitern, die Bewerbungsanschreiben im Ordner "es war einmal" ablegen: In einer nicht repräsentativen Umfrage haben 19 Prozent von 465 Online-Lesern die DHZ darüber informiert, dass ihr Betrieb komplett auf Bewerbungsanschreiben verzichtet, 20 Prozent sind mit einem verkürzten Anschreiben zufrieden. Nicht nur viele Handwerksbetriebe sind sich einig: In vielen Berufen sind Schreibqualitäten entbehrlich, andere Kompetenzen werden nachgefragt und die werden aus dem Lebenslauf, den Zeugnissen und dem Bewerbungsgespräch ersichtlich - oder eben auch nicht.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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