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11.02.2019

Morgendliches Duschen auf Dienstreise fällt nicht unter Unfallversicherungsschutz

Ein Sturz beim morgendlichen Duschen auf einer Dienstreise ist grundsätzlich kein Arbeitsunfall. Das entschied das Landessozialgericht (LSG) Thüringen. Die Tätigkeit stehe in keinem sachlichen Zusammenhang mit der Arbeit des Versicherten, der im konkreten Fall als Projektleiter angestellt war. Vielmehr sei das Duschen eine höchstpersönliche Verrichtung (Az.: L 1 U 491/18).

Der Arbeitnehmer hatte die Dienstreise angetreten, um an der Eröffnung eines von ihm betreuten Projekts teilzunehmen. Er war bereits am Vortag angereist und übernachtete in einem Hotel. Nach dem Duschen am nächsten Morgen passierte das Malheur: Der Mann rutschte auf dem Fußboden aus und zog sich eine Fraktur des linken Knies zu. Die Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung eines Arbeitsunfalls ab. Dagegen klagte er, unterlag jedoch vor dem Sozialgericht (SG) Gotha.

Seine Berufung hat das LSG Thüringen nun ebenfalls zurückgewiesen: Das morgendliche Duschen auch auf einer Dienstreise sei grundsätzlich nicht versichert, sondern nur Verrichtungen im Rahmen des zugrundeliegenden Arbeitsverhältnisses. Unversichert seien dagegen höchstpersönliche Verrichtungen wie zum Beispiel die Nahrungsaufnahme.

Zwar sei auch bei Dienstreisen zu prüfen, ob die jeweilige Verrichtung in einem sachlichen Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit steht. Anhaltspunkte dafür, dass der Unfall während des Duschens durch eine spezifische Gefahr der versicherten Tätigkeit hervorgerufen wurde, konnte das LSG jedoch nicht feststellen.

Urteil des LSG Thüringen vom 20.12.2018 (Az.: L 1 U 491/18)

Vorinstanz: Urteil des SG Gotha vom 05.04.2018 (Az.: S 10 U 4076/16)

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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