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07.02.2019

Gewerkschaft NGG fordert höhere Löhne und mehr Wertschätzung der Beschäftigten

Dringend gesucht werden Fachkräfte in der Gastronomie. Doch im Entgelt schlägt sich das nicht nieder. Das soll anders werden. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) will bei den anstehenden Tarifverhandlungen ein deutliches Lohnplus fordern, auch soll der Mindestlohn weiter steigen.

Die Gewerkschaft NGG ist für die bevorstehenden Tarifverhandlungen gerüstet und hat sich festgelegt: Der Lohnzuwachs soll zwischen 5,5 und 6,5 Prozent betragen. Das verdeutlicht Holger Willem, NGG-Geschäftsführer für die Region Magdeburg in einem Interview mit dem MDR Sachsen-Anhalt.

Wie erforderlich die Lohnerhöhung ist, illustriert Holger Willem: Viele Beschäftigte würden maximal den Mindestlohn verdienen. Doch der entspricht aus Sicht der Gewerkschaft keineswegs "einem armutsfesten Entgelt". Ein solches Entgelt würde den Beschäftigten im Alter "eine gute Rente" sichern. Dazu wäre ein Stundenlohn von 12,40 Euro erforderlich. Der aktuelle Mindestlohn beträgt 9,19 Euro je Stunde und sollte mindestens auf 12,00 Euro angehoben werden.

Nicht der Lohn allein sei es, der es der Branche schwer mache, Mitarbeiter und auch Nachwuchskräfte zu finden. Hinzu komme das schlechte Image der Branche und die mangelnde Attraktivität der Gastro-Berufe.

NGG-Mann Holger Willem appelliert an alle Arbeitgeber, die Beschäftigten wieder wertzuschätzen, am Arbeitsplatz für Motivation statt für Frustration Sorge zu tragen und Vorschriften sorgsam einzuhalten: "Beschäftigte sind selbstbewusster geworden". Sie kennen den leergefegten Arbeitsmarkt. Befragt nach der Zukunft von Hotellerie und Gastronomie, verweist der Branchenkenner auf das Tarifniveau. Von seiner Entwicklung hänge vieles ab. Der erneuten Forderung nach einer Steuersenkung für die Branche erteilt er eine Absage: Die vor 6 Jahren erfolgte Steuersenkung habe keine Veränderungen für die Beschäftigten erbracht.

Das Interview mit NGG-Geschäftsführer kann hier auf Mausklick gelesen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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