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31.01.2019

Jubiläum: 100 Jahre Frauenwahlrecht

Bis vor einhundert Jahren bestimmte das Geschlecht über das Recht, wählen und gewählt werden zu dürfen. Frauenrechtlerinnen nahmen nicht hin, dass ihnen untersagt wurde, sich politisch zu betätigen und - sie setzen sich durch. Der Weg dahin war lang, aber erfolgreich: In diesem Jahr feiert das Frauenwahlrecht in Deutschland 100-jähriges Jubiläum: Frauen durften im Januar 1919 erstmals wählen und gewählt werden.

Bis dahin galt: Frauen sollten sich einen Ehemann wählen, aber keinen Abgeordneten. Die so genannten Argumente des starken Geschlechts lassen staunen: Das Gehirn der Frauen sei zu klein; Frauen seien viel zu emotional, um sich politisch betätigen zu können; die Hauptaufgabe der Frauen liege in der stillen Arbeit im Heim und und und.

Es dauerte Jahrzehnte bis die Frauen am Ziel waren. Im November 1918 war es soweit: Der Rat der Volksbeauftragten verankerte das aktive und passive Wahlrecht für alle Bürgerinnen und Bürger in der Verordnung über die Wahl zur verfassunggebenden deutschen Nationalversammlung.

Die erste Wahl, an der Frauen als Wählerinnen und Gewählte teilnehmen konnten, war die Wahl zur verfassunggebenden Nationalversammlung vom 19. Januar 1919. Mehr als 80 Prozent der wahlberechtigten Frauen machten von ihrem Recht Gebrauch zu wählen. 300 Frauen kandidierten, 37 Frauen von insgesamt 423 Abgeordneten zogen in die Nationalversammlung ein.

Viel wurde erreicht, aber es bleibt noch viel zu tun: Denn ausgewogen ist das Geschlechterverhältnis in der Politik nicht. Dieses Fazit ziehen viele engagierte Frauen und machen sich für gleiche Rechte der Geschlechter stark.

Einen ansprechenden Überblick über die Geschichte des Frauenwahlrechts, über bundesweite Veranstaltungen im Jubiläumsjahr und über die Aktivitäten beispielsweise des Helene Weber Kollegs informiert die Webseite "100 Jahre Frauenwahlrecht" der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin (EAF Berlin). Das Projekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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